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S. 1 (1) Landgericht Hilders

Landgerichtsbezirk Hilders

bearbeitet von Thomas Heiler

Der Autor: Dr. Johann Friedrich Rheinisch

Johann Friedrich Rheinisch4 wurde am 24. März 1806 als Sohn des Johann Georg Joseph Rheinisch5 (1775-1855) und dessen Ehefrau Katharina Theresia geb. Schmitt (1776-1848) in Würzburg geboren. Aus der Ehe gingen insgesamt zehn Kinder hervor, wovon sieben bereits in jungen Jahren verstarben. Die unverheirateten Schwestern Johanna Katharina (1807-1898) und Margaretha Josefa (1809-1885) verbrachten wie ihr Bruder Johann Friedrich, dem sie offenbar gefolgt waren, ihre letzten Lebensjahre in Volkach. Der Bruder Friedrich Karl (1808-1834) erlernte das Uhrmacherhandwerk. Der Vater Johann G. J. Rheinisch war Rechnungskommissar in Würzburg und leitete dort seit 1811 das nach seiner Anregung begründete „Statistische Büro“, welches allerdings 1815 wieder aufgehoben wurde. Wohl in Zusammenhang mit dieser Tätigkeit steht die von ihm erstellte statistische Sammlung über alle Orte Unterfrankens, ein Produkt unendlichen Fleißes, das Johann Georg bis zu seinem Tod begleitete.6 Verdienste erwarb sich der Vater darüber hinaus auch um den Polytechnischen Zentralverein in Würzburg sowie den dortigen Historischen Verein von Unterfranken und Aschaffenburg, für dessen Zeitschrift er auch publizistisch7 tätig wurde.

Johann Friedrich Rheinisch besuchte von 1817 bis 1826 das Gymnasium in Würzburg. Hier nahm er im Jahre 1826 auch das Studium der Medizin auf. 1832



4

Die folgenden biographischen Angaben stammen, sofern nicht anders vermerkt, aus: BayHStA, MInn 61001: Personalakt Dr. Johann F. Rheinisch, Bezirksarzt in Volkach 1849-1876; Rheinisch, Fritz: Ahnenliste (Rheinisch)-Kraußoldt. Ludwigshöhe bei Nürnberg 1945, S. 1 f. u. Ders.: Die Rheinisch und ihre Vorfahren. Ludwigshöhe bei Nürnberg 1947, S. 53-56.

5

Vgl. Rheinisch: Die Rheinisch und ihre Vorfahren, S. 57-60.

6

Die so genannte „Zettelkartei Rheinisch“ wird heute im Staatsarchiv Würzburg verwahrt. Das umfangreiche, topographisch gegliederte, statistische Material ist nur noch für die Orte M-Z erhalten. Ich bedanke mich in diesem Zusammenhang für entsprechende Nachforschungen bei Frau Dr. Ingrid Heeg-Engelhart, Herrn Dr. Ekhard Schöffler und Herrn Dr. Herbert Schott.

7

Vgl. dazu: Rheinisch, Georg J.: Beitrag zur Geschichte der vormaligen Herrschaft Stolberg in Ost-Franken. In: Archiv des Historischen Vereins von Unterfranken und Aschaffenburg, Bd. 3, 1 (1835), S. 59-105.