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S. 1 (99) Landgericht Marktsteft

Landgerichtsbezirk Marktsteft

Bearbeitung: Anne Söllner

Der Autor: Landgerichtsarzt Dr. Johann Paul Herzog

JOHANN PAUL HERZOG wurde am 12.04.1812 in Honsolgen (Schwaben) geboren. Er promovierte 1836 über die Cholera und stellte 1837 den Antrag, seine Dissertation in deutscher Sprache drucken lassen zu dürfen.

Im Jahr 1838 erfolgten Proberelation und Staatsconcours, noch im gleichen Jahr erhielt Herzog die Praxisbewilligung und wurde praktischer Arzt in Germersheim. Drei Jahre später wurde er mit der Übernahme des Physikats Ebermannstadt in den Staatsdienst übernommen.

Das private Betragen Herzogs - er wurde wegen Ehebruchs von seiner Frau geschieden und wegen seiner Unsittlichkeit mit einem Verweis belegt - machte eine Versetzung notwendig, und so erhielt Herzog 1855 die Amtsarztstelle in Marktsteft, die erst 1837 mit einem Jahresgehalt von 550 fl. eingerichtet worden war. Nach der Auflösung des Physikats Marktsteft im Jahr 1864 wurde Herzog im gleichen Jahr Bezirksarzt I. Klasse in Marktheidenfeld.

Von hier aus bewarb er sich 1863 nach Aschaffenburg und 1866 nach Ochsenfurt, wo er im gleichen Jahr Bezirksarzt I. Klasse wurde. Am 27. November 1871 starb Herzog in Ochsenfurt.

Quellen:

Bayerisches Hauptstaatsarchiv München
MINN 61545 Amtsarztstelle Marktsteft Landgerichtsarzt 1809-1855
Staatsarchiv Würzburg, Regierung von Unterfranken Aktengabe 1943/45
RA 6235, RA 6266, RA 6267, RA 6284, RA 6299
RESCH, LIESELOTTE und BUZAS, LADISLAUS: Verzeichnis der Doktoren und Dissertationen der Universität Ingolstadt, Landshut, München. 9 Bände. München 1975- 1979.