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S. 1 (39) Landgericht Ochsenfurt

Landgerichtsbezirk Ochsenfurt1

Der Autor: Dr. Christian Wilhelm Gustav Meyer

Der bis zum Bezirksarzt2 aufgestiegene Christian Wilhelm Gustav Meyer wurde am 24. Oktober 1805 in Bayreuth geboren. Sein beruflicher Werdegang ist nur in groben Zügen nachvollziehbar. 1828, im Alter von 23 Jahren, erlangte er seine Promotion, 1829 absolvierte er die Proberelation3 und den Staatsconcours4. Ein Jahr danach erhielt er seine Praxisbewilligung.

Über seinen Familienstand ist nur bekannt, daß er verheiratet war. Die vorliegenden Quellen geben keine Auskunft über den Zeitpunkt der Eheschließung, die Herkunft der Ehefrau, ob das Paar Kinder hatte und wie lange die Ehe währte. 1838 trat Meyer als Gerichtsarzt in den Staatsdienst ein. Seine erste Wirkungsstätte als Physikus5 war wohl Marktsteft, denn von dort aus wurde er nach Ochsenfurt versetzt. Hier nahm er ab 1. Juni 1848 die Stelle des Landgerichtsarztes ein. Seinen Wohnsitz hatte er vermutlich in Gnodstadt, da er in seinen Berichten die dortigen Verhältnisse auffallend detailliert beschreibt.

Meyer leistete offensichtlich überzeugende Arbeit: er stieg am 28. Juni 1862 zum Bezirksarzt I. Classe auf. Dieses Amt übte er wahrscheinlich bis zu seinem Tod aus. Er starb am 16. Juni 1866 im Alter von 61 Jahren.

Quellen

Staatsarchiv Würzburg, Regierung von Unterfranken, Aktenabgabe 1943/45

RA 6284

RA 6291



1

Das Manuskript befindet sich in der Bayerischen Staatsbibliothek in München unter dem Titel "Medicinische Topographien und Ethnographien der Physicate: Neustadt, Oberburg, Ochsenfurt, Orb, Rothenbuch" mit der Signatur Cgm 6874 (122).

2

Der Bezirksarzt war für die Landgerichte Ochsenfurt und Aub zuständig und in der Verwal tungshierarchie über den Landgerichtsärzten eingestuft.

3

Probevorlesung.

4

Staatsexamen.

5

Amtsarzt; s. Einleitung.