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S. 1 (81) Landgericht Rothenbuch

Der Landgerichtsbezirk Rothenbuch um 1860

Bearbeitung: Julia Hecht

Der Autor Dr. Franz Oefelein und sein Bericht

Der Landgerichtsarzt Dr. FRANZ OEFELEIN wurde am 1. März 1811 in Merkershausen, heute Bad Königshofen, geboren. Er war das siebente Kind des Schullehrers GEORG OEFELEIN aus Sulzheim und seiner Gattin, MARIA ANNA, geborene REUSCHERT, aus Münnerstadt. Sein Taufpate war ein Schullehrer aus Würzburg, FRANZ FREY.

Womöglich sollte oder wollte FRANZ OEFELEIN später ebenfalls die Lehrerlaufbahn einschlagen, denn zwei Semester, im Wintersemester 1830/31 und Sommersemester 1831 war er als Student der Philosophie (stud. phil.) an der Universität Würzburg immatrikuliert. Das Studium der Medizin nahm er erst ab dem Wintersemester 1831/32 auf. Bis zum Sommersemester 1835 hatte er es mit einer Promotion (1834) "Über die Magenerweichung der Kinder" mit der Note II abgeschlossen. Gedruckt wurde diese Arbeit erst 1837. In diesem Jahr erfolgten auch die Proberelation, benotet mit II, und der Staatsconcours, den Oefelein mit der Bestnote I als Neunter unter 90 Teilnehmern abschloß. Daraufhin arbeitete er ein Jahr in einer Anstalt für erkrankte Arme.

Die Praxisbewilligung erhielt er im Jahr 1838. Nun nahm der mittlerweile 27jährige eine Arbeit als praktischer Arzt in Würzburg auf. In den Folgejahren bewarb er sich auf eine ganze Reihe Landgerichtsarztstellen, so z. B. 1841 für Amorbach, 1842 für Karlstadt und Rothenbuch, 1843 für Marktsteft, Volkach und Aub, 1845 auf die Stelle in Ludwigstadt, 1849 für Mindelheim. Dazwischen verschickte er immer wieder Bewerbungen auf "irgendeine erledigte Stelle".

Als sich Franz Oefelein im Jahr 1853 als nunmehr 42jähriger, noch immer lediger praktischer Arzt in Würzburg, als einer von 18 Bewerbern auf die Stelle des Landgerichtsarzt in Rothenbuch bewarb, hatte er endlich Erfolg. Am 28. Juni (anders: 31. Juli) 1853 trat er als Landgerichtsarzt in Rothenbuch mit 600 fl1. Jahresgehalt in den Staatsdienst ein.



1

Gulden.