Es ist die Absicht der oben genannten Beiträge, die Brauchbarkeit des Datenbankmaterials für eine relevante Sozial- und Wirtschaftsgeschichte des Mittelalters zu testen. Man könnte die Beiträge unter der Überschrift "Wirtschaft und Gesellschaft auf dem Lande" zusammenfassen. Es geht aber - wohl gemerkt - nicht darum, ein neues Gesamtbild zu entwerfen, sondern die Art der spezifisch unterfränkischen Informationen vorzustellen. Gleichzeitig soll dem Programm nachgegangen werden, das sich in der Forschung für einen jeden der obigen Bereiche und seine Unterthemen entfaltet hat. Passen die EDV-Informationen zu diesem Programm, können sie es fördern? Es sollen Vorschläge zur Interpretation gemacht werden.
Eine wichtige Rolle spielen die Parallelquellen aus anderen deutschen Landschaften. Sie zeigen, wo das unterfränkische Material noch lückenhaft ist, wo es auf die noch unbeantworteten Fragen noch weiter durchsucht werden muß. Den Kern der jeweiligen Beiträge bilden die Ausführungen zum Forschungsthema zusammen mit der Vorlage der unterfränkischen Quellen - jener, die für der EDV gesammelt wurden, und der anderen gedruckten Quellen und Forschungen dieser Region. Letztere werden in Fußnoten belegt, die EDV-Quellen dagegen in Klammerverweisen im (Ober-)Text selbst. Dabei werden die Archivsiglen vor den Nummern der Datei bevorzugt. Mit Hilfe der Archivsiglen findet man ebenso die codierten Ausdrucke der EDV wie die Archivalien selbst, wenn man auf diese zurückgreifen möchte.1 p>
Kleiner gedruckt und eingerückt werden also die Parallelquellen aus fast allen deutschen Landschaften gebracht, mit Vorzug natürlich aus den näher gelegenen wie Oberfranken. Ihre Auswahl und Reihung entsprechen in erster Linie den fett gekennzeichneten thematischen Stichworten2, die die Eckpunkte der Forschungsprogramme bezeichnen, die sie konkretisieren, illustrieren, differenzieren und von denen sie auch zu dem unterfränkischen Material hinüber führen sollen. p>
Nachfolgend seien schließlich noch die in den Analysen verwendeten Abkürzungen aufgelöst. Die vollständigen bibliographischen Angaben zur dort zitierten Sekundärliteratur finden sich auf der Seite "Literaturhinweise". p>
(weitere Abkürzungen unten
Anm. 1)
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| ChdSt | = | Chroniken deutscher Städte | ||
| HAB | = | Historischer Atlas Bayern | ||
| HON | = | Historisches Ortsnamenbuch Bayern | ||
| HZ | = | Historische Zeitschrift | ||
| LexMA | = | Lexikon des Mittelalters | ||
| MB | = | Monumenta Boica | ||
| MfrSt | = | Mainfränkische Studien | ||
| MGH | = | Monumenta Germaniae Historica | ||
| QFW | = | Quellen und Forschungen zur Geschichte des Hochstifts Würzburg | ||
| SS | = | Scriptores | ||
| VMPIG | = | Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte | ||
| VSWG | = | Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte | ||
| WDGBl | = | Würzburger Diözesangeschichtsblätter |
Die Münzabkürzungen, die den Quellen entsprechend verwandt werden, sind lb h Pfund Heller, d Pfennig, fl Gulden, gr Groschen, m Mark und ß Schilling. p>
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In der EDV sind mit den ungedruckten Archivalien auch einige schon
gedruckte vereinigt. Die beiden ersten Würzburger Lehenbücher (1 bzw. 2)
werden nach den Editionen von Hoffmann zitiert, die übrigen nach den libri
feudorum (lf), ergänzendes Material nach den libri diversarum formarum
(ldf), dem Lehenbuch von Rieneck (lf rieneck), dem Karlstadter Regelbuch
(krb), dem Dompropsteiurbar (stb 77), dem Lehenbuch des Würzburger
Dompropstes von 1502 (lfpw), dem Urbar von Münsterschwarzach (stb 595),
dem Kopiar von Bildhausen für Groß Wenkheim (stb 354) und den Salbüchern
(WSB 1,2) im Staatsarchiv Würzburg. Die Henneberger Lehenbücher werden
nach der Edition von Mötsch/Witter, gegliedert in die Abteilungen A, B und
C, zitiert.
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| 2 |
Bei einer größeren Anzahl von Beispielen zu einem thematischen Stichwort
werden diese chronologisch oder geographisch geordnet.
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