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Hofbauern

Von Rolf Sprandel*

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Bezeichnungen

Die Hofbauern ragten unter den Bauern hervor. Ihre Situation und Stellung hatten ein so eigenes Gepräge. Gleichzeitig sind sie typischen Figuren der spätmittelalterlichen Bauernwirtschaft mit einer neuartigen Ausformung, zentral für die Abschöpfung durch die Herren. Die Bezeichnungen waren Hofmann, Meier, villicus, Schulte, (Bur-, Reut-)Meister und Beständer.1 Die ersten drei verraten die Herkunft des Hofbauern aus der herrschaftlichen Hofverwaltung und aus der Preisgabe der Eigenhöfe. Im Würzburger Lehenbuch des 14. Jahrhunderts werden mehrere Hofmänner nach Höfen benannt, etwa Heinrich Hofmann de Zeilitzheim (1, Nr. 3502). Diese Hofmänner waren schon bedeutend genug, um Lehen in Empfang zu nehmen, aber nicht den Hof, nach dem sie sich nannten und der wahrscheinlich noch eine herrschaftliche Eigenwirtschaft war. Der Schulte hatte früher mehr fiskalischen und gerichtliche Funktionen als wirtschaftliche und behielt oft diese auch bei, als er Hofbauer wurde.

Zu den Bezeichnungen, die sowohl Hofbauern als auch anderen Bauern beigelegt werden konnten, gehört "colonus". In einzelnen Grundherrschaften, wie der von St. Stephan in Würzburg, konnte auch diese Bezeichnung zu einem terminus technicus für Hofbauer werden.2 Das Stift Aschaffenburg unterschied zwischen dem "colonus", einem gewöhnlichen Hintersassen, und dem "colonus curie", der zunächst Fron- und Eigenhof Verwalter und später Pächter eines solchen Hofes war. Noch 1360 hatte ein colonus curie in Poppenhausen, ein Zeitpächter zunächst auf 10, bzw. 12 Jahre, später unbegrenzt, die Aufsicht über 24 Hubenbauern.3

Die Höfe waren ehemalige Fronhöfe, ehemalige herrschaftliche Eigenhöfe oder gingen aus Neubildungen, etwa der Zusammenlegung kleinerer Bauernstellen hervor. Sie trugen noch die Bezeichnungen ihrer Herkunft, allodium, Vorwerk, Fronhof , Sedelhof, Bauhof oder wurden nach den neuen Inhabern benannt, also Meierhof, Schultenhof. Der Ausdruck "gemeiner Hof" scheint mit der Vergangenheit eines Hofes als Fronhof und mit eventuell davon nachlebenden Funktionen zu tun zu haben. Bauliche Besonderheiten können ebenfalls aus der Vergangenheit herrühren, so etwa ein "steinin gaden", eine steinerne Kemmenate oder ein Turm.4

Ein Dinghof war ein Hof mit niedergerichtlichen Funktionen.

In Rittershausen hatte das Stift Sarburg einen Dinghof oder "Hubenhof", in den es einen Meier wohl in Zeitleihe einsetzte, der über dazugehörige Hubner zu richten hatte.5

Manchmal trugen solche Höfe auch nur den unspezifischen Namen "curia" oder "Hof".

In der Grundherrschaft von Michelsberg trugen von 17 "Fronhöfen" vier im Spätmitteltelalter diese Bezeichnung weiter, sieben waren "curiae" geworden, die restlichen durch Teilung oder sonstwie abgestuft.

Auch im Lehenbuch von Hildesheim gibt es neben Sedelhöfen und Meierhöfen zahlreich Höfe ohne Zusatz und an einer Stelle wird gesagt: "Vier Höfe, das sind zwei Meierhöfe und zwei Kothöfe". Mit letzteren sind kleinbäuerliche Hofstellen gemeint.6

Jedenfalls zeigt diese Stelle, daß unter den "Höfen" eine Reihe von Meierhöfen verborgen sein kann.

Mit Hof wurden manchmal nur die zentralen Gebäude bezeichnet. "Dieser Hof hat Hofreit, Haus und Stall", heißt es einmal in dem Tückelhauser Urbar. Hofreit war der Platz, auf dem die zentralen Gebäude standen. Im Ebracher Urbar von 1340 werden Hubenbetriebe ("mansi") oft mit einer "curia" verbunden, die nur den Gebäudekomplex, das technische Zentrum dieses kleinen Betriebes, meint.

Die ausdrückliche Erwähnung von "bezimmerten Höfen" scheint in Rothenburger Quellen darauf hin zu deuten, daß nicht alle Höfe in der Gegend bewohnt waren, sondern daß Höfe von anderen Höfen aus bewirtschaftet wurden.7

Geistliche Grundherrn hatten offenbar besondere Schwierigkeiten, die Villikationen mit Fronhöfen fortzuführen.

Das Morizstift in Hildesheim wollte 1282, das Kreuzstift 1366, Villikationen an die einzelnen Stiftsherrn ausleihen. Aber diese Lösung funktionierte nicht. Der Dompropst zentralisierte schon 1290 vakante Villikationen bei sich und verpachtete sie unter Gleichstellung von "Haupt- und Nebenhöfen".

1304 erhielt in Vöhlsen ein "miles" vom Michaeliskloster einen Hof "nomine villicorum", also nach Meierrecht; aber unter Abtrennung der "mansi lithonici", der bisher auf die Villikation bezogenen Bauern.8

Eine Mehrzahl von Hofbauern in einem Dorf konnte darauf zurück gehen, daß in dem Dorf im Hochmittelalter mehrere Grundherrn einen Fronhof besaßen. In Riedenheim hatten wahrscheinlich im Hochmittetlalter das Stift Neumünster einen, die Grafen von Hohenlohe zwei und zwei Niederadeliger je einen Fronhof mit Villikation. Im Spätmittelalter begegnen uns in dem Dorf zwei ganze Höfe, zwei halbe, sowie ein Ober- und ein Unterhof, die auch aus einer Hofteilung hervorgegangen sein dürften. Ein letzter Hof schließlich blieb eine Einheit, wurde aber von sechs Inhabern bewirtschaftet.9 Hinweise auf Eigenwirtschaft gibt es nicht mehr. Während die Bauern der halben Höfe sowie des Ober- und Unterhofes noch zu den Hofbauern gerechnet worden sein dürften, wird dieses von den sechs zuletzt genannten Inhabern nicht mehr gelten. Am Ende des 15. Jahrhundert war auch der Oberhof von fünf Bauern besetzt. Der Unterhof wurde in zwei Huben geteilt und schied damit aus der Gruppe der Höfe aus, sodaß in Riedenheim die Zahl der Hofbauern wohl zunächst von fünf auf sieben anstieg und am Ende auf vier zurückging.

Sicherlich kommt es nicht nur auf die Bezeichnungen an. Die Bauern, deren Kategorie wir behandeln, unterscheiden sich deutlich von den anderen Bauern, etwa den Hubnern.

Das Kloster Weitenau gab 1344 den Hof Holl an vier "Träger", also Pächter, die sich eigene Höfe bauten, weit gestreuten Besitz und die Freiheit von der Vogtsteuer vom alten Meierhof geerbt hatten. In Bamlach wurde der Meierhof an zwei Träger ausgegeben, die ebenfalls frei von Vogtsteuer waren. Diese Steuer lag nur auf den 14 Schupposen, die auf den Meierhof bezogen blieben. Einer der beiden Träger trug weiterhin den Titel Meier und hatte Richteraufgaben.10

Es gingen also nicht alle herrschaftlichen Eigenhöfe, die aufgegeben wurden, an Hofbauern über. Besonders sehr große Eigenwirtschaften wurden eher an Gruppen von Bauern verteilt, die nur z.T. den Status von Hofbauern gewannen. Machmal behielt man eine gewisse rechtliche Einheit des Hofes bei und leitete damit den Übergang vom Hofrecht zum Dorfrecht ein.

Hofbauern rückten offenbar häufig in Höfe ein, die größere Grundherrn als Lehen oder in Zinsleihe an Niederadelige gaben, die diese aber nicht selbst bewirtschafteten. Amtshöfe von Neumünster wurde vom Propst überwiegend an Adelige vergeben, die sie an Bauern weitergaben und deren Zinsen wohl mit einem Abzug weiter reichten. Ähnliches gilt von einem Teil der Höfe der Grafen von Wertheim in Niklashausen.11

Überall werden Neubildungen von Höfen durch Zusammenlegung kleinerer Betriebseinheiten bezeugt. Im Würzburger Lehenbuch empfing etwa 1336 ein Nürnberger Bürger einen "mansum" und ein "feudum" und machte daraus eine "curia" (1, Nr. 3545). Tückelhausen machte 1405 aus einem adeligen "Weiler", aus dem die Leute weggelaufen waren, einen "Hof".12

Auch in der Grundherrschaft von St. Blasius in Braunschweig wurden Meiereien neu gebildet, so in Köchingen 1320, wo es nebeneinander ein dreihufiges "antiquum allodium" und ein ebenfalls dreihufiges "novum allodium" gab. Das Stift suchte für alte und neue Meierhöfe "villici".13 In anderen Teilen Niedersachsens ließen Grundherrn Laten frei, nahmen ihnen ihre Hufen, faßten drei bis vier davon zusammen und gaben sie auf Zeitleihe an Personen außerhalb der Grundherrschaft.14

Leiheformen I

Die Höfe der Hofbauern gingen aus alten Fronhöfen, Eigenhöfen und aus Neugründungen hervor. Sie waren die ersten, bei denen neue Leiheformen entwickelt werden konnten. Freie und Auswärtige wurden mit neu verpachteten Gütern kündbar ausgestattet.

Größere Höfen galten im Osnabrücker Tafelverzeichnis von 1240 als "bona libera", Freigüter. Sie wurden in Zeitleihe an Leute vergeben, die von außen zuzogen und die sich nachher in die Hörigkeit begaben, um ihre Höfe zu Erbrecht behalten zu dürfen.

Hintersassen in alten Abhängigkeitstraditionen waren eine Pertinenz des Bodens und die Herren hatten es verhältnismäßig schwer, sie von dem Gut, das sie bebauten, zu entfernen. Sie mußten ihnen z.B. vorher die Freiheit geben. Es gehörte zu den nivellierenden Tendenzen des Spätmittelalters, daß die Kündbarkeit von Hofbauern auf andere Abhängige ausgedehnt wurde.

Frauenchiemsee praktizierte im 14. Jahrhundert in seinem Tiroler Besitz "Freistift", "daß sie (die Äbtissin) einen, der ein großes Gut, dem er nicht getun mag, wohl gestiften mag auf ein kleines" und umgekehrt. In einem Hofrecht von Weihenstephan von 1391 wurde festgesetzt, daß die Herrschaft es die Hintersassen drei Tage vorher wissen lassen sollte, wenn sie sie abstiften wollte.15

Freistift hieß allgemein eine Leihe, die von Jahr zu Jahr kündbar war, Neustift eine solche, die beim Wechsel des Grundherrn neu vereinbart werden mußte. 1312 erhielten zwei "coloni" den Vilchbander Hof von St.Stephan zu "ius colendi oder Freistift" und sollten jederzeit abstiftbar sein.16

Eine neue Sicherheit gab es durch den "Brief", den individuellen Pachtvertrag.

Für Rottenbuch heißt es in einer Handschrift des 15. Jahrhunderts, in einem Liber redituum canoniae: "All des Gotteshauses Hintersassen und Dienstleute sollen kommen jährlich in unser Baustift, wohin wir sie fordern. Und wer nicht Brief hat von uns oder besonders gestiftet war, des Gut ist alle Jahre frei ledig mit Stift und aller Zugehörung. Also steht es zu allen des Gotteshauses Gütern".17

Die Hofbauern bebauten ihren Hof oft mit der Zeitleihe.

"Non iure hereditario, sed ratione villicationis", nicht nach Erbrecht, sondern nach Meierrecht, wurden im Goslarer Raum Höfe verliehen. Auch Niederaltaich verlieh 1259 ein Freistift, "libera institutio". Weil der Pächter aber neue Gebäude errichten mußte, durfte er vor drei Jahren nicht gekündigt werden. In Niedersachsen und anderswo wird der für die Dreifelderwirtschaft passende Dreijahresvertrag genannt. Diese Frist erscheint noch in einer 1490 in Heidelberg gedruckten theoretischen Darstellung des Meierrechts.18

Es gab in einigen Grundherrschaften einen Trend, die Leihefristen fortschreitend zu verlängern.

Als Katzenelnbogen vom Eigenbau zu Verpachtungen überging, versteigerten die Grafen anfangs die Höfe für ein oder mehrere Jahre auf halbem Ertrag. Der Rhythmus ist an den Einnahmen für den "Weinkauf" ablesbar, den der neue Pächter zu zahlen hatte.

19

Ein Hof in Haßloch in der Pfalz wurde 1465 auf sechs Jahre, drei Jahre später auf 10 Jahre und 1503 auf 12 Jahre verliehen, einer für Gräfenhausen 1471 auch auf 12 Jahre.20 In anderen Grundherrschaften, wie Michelsberg, war ein steter Wechsel der Leihefristen, so in Dörfleins von 12 auf 6, auf 12, auf 6, auf 12 und wieder auf 6 Jahre. Sechs oder acht Jahre, wohl acht Jahre, wenn beide Seiten zustimmten, und acht Jahre maximal, wurden 1391 in Auernhofen in Mittelfranken vereinbart. Neun Jahre werden 1317 und 1437 im Elsaß, 10 Jahre wiederum in der Umgebung von Köln.21

Der Rhythmus der Veränderungen spiegelt sich in den Bestimmungen der zisterziensischen Generalkapitel wider. Nach der Erlaubnis zur Ausleihe mit Halbbau 1208 wurde 1220 generalisiert: Güter dürften Kolonen ad tempus, 1315 ad vitam verliehen werden. Bei Halb- oder Drittelbau (die Hälfte oder ein Drittel der Erträge gehen an den Grundherrn) übernahm der Pächter die zisterziensische Zehntfreiheit. Wenn nur ein Viertel an den Grundherrn ging, mußten daneben der Zehnt und andere Abgaben geleistet werden.22

Die Verlängerung der Leihefristen dürfte eine Konzession an die Bauern gewesen sein. Dasselbe gilt für denr Übergang vom Teilbau auf ein Fixum. Diesen Übergang ließen sich die Herren kompensieren.

Michelsberg verknüpfte den Übergang z. B. in Dörfleins 1495 und Ebensfeld 1499 mit einer neuen Reduktion der Leihezeit von 12 auf 6 Jahre. Nach einer Übersicht über 12 Michelsberger Höfe herrschte dort im 14. Jahrhundert Halbbau vor. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts erfolgte allgemein der Übergang zu festen Abgaben, die meist mit Erbpacht verbunden waren.23

Häufig wurde die Leihe auch auf die Lebenszeit des Leihenehmers befristet. Diese Leihe wurde Vitalleihe, Leibgeding oder (Erb-)Falllehen genannt. Wenn die Ehefrau einbezogen wurde, sprach man von einer Leihe auf zwei Leben.

In der Grundherrschaft von Weingarten nahmen 1400-1500 die Verträge zu, die auf drei Leben abgeschlossen wurden. Zu dem Ehepaar wurde noch eines ihrer Kinder erbberechtigt. Niederaltaich verpachtete 1253 ein Gut auf Lebenszeit und legte ausdrücklich fest, daß kein Erbrecht bestünde. Wenn der Pächter im Winter oder Frühjahr stürbe, sollten die Erben genügend Saat für den "campus estivus", das Sommertgetreide, zurücklassen.24

Aus dem Stift Essen ist von 1338 ein Weistum über das erhalten, was die Schulzen beim Abzug zurücklassen mußten: alles, was sie vorgefunden hatten, in einem genauso guten Zustand. Hubgericht nannte man in Süddeutschland die Verpflichtung, beim Besitzwechsel den Hof mit einer Ausstattung zu versehen, die eine weitere Bewirtschaftung ermöglichte.25

Die Zeitleihe erlaubte es, die Gült bei Neuverleihung an die Marktlage anzupassen.

St. Alban behandelte das Freistift bei seinen Höfen teilweise wie die Vitalleihe. Wenn der Inhaber starb, wollte man den Hof "gegen einen höheren Zins" anderen verleihen . Praktisch blieb der Zins aber unverändert, und es kam zu langfristigen Erbfolgen. 1381 notierte das Stift Ellwangen bei einem Meierhof: Wenn der Hof mehr Gülte möchte ertragen, so möchte man es aufschlagen. Das Kloster Herford gewährte 1421 dem Meier von Hatlage den Vorzugszins von 2 fl, denn er war erst auf den Hof gekommen und wollte "zimmern und sägen". Wenn er mehr hätte geben sollen, wäre er nicht gekommen.26

Leiheformen II

Als nächstes behandle ich die Umstellung von der Zeitleihe auf die Erbleihe.

Eine Vorform ist in dem Hofrecht des schwäbischen Ottersweier von 1265 erkennbar, in dem vereinbart wird, daß ein Nachrücken des Sohnes nur verweigert werden durfte, wenn dieser untauglich war.

Es ist auch zu beachten, daß es oft eine gewohnheitsmäßige Erbfolge trotz formaler Zeitleihe gab. Besitzer von Gütern im mittelfränkischen Leukerstetten hatten 1331 kein Erbrecht, gaben aber "Hauptrecht", also eine Erbschaftsabgabe, bei der tatsächlich eintretenden Erbfolge.

Ein Bauer von Ebrach, der noch 1392 seinen Betrieb auf ein Jahr geliehen bekam, konnte darauf zurückschauen, daß ihn schon sein "Vater selig manches Jahr gehabt" habe. So blieb er auch seinen Kindern und wurde 1458 formal in ein Erblehen verwandelt.27

Das Stift Aschaffenburg verlieh den Hof von Großrinderfeld 1368 noch auf sechs Jahre, gewährte aber dem Pächter für die Zeit danach die erste Anwartschaft. Die erste Erbleihe, die von diesem Stift bezeugt ist, bekam 1271 ein Voit von Rieneck. Ein Niederadeliger ging den Bauern voran.

Von einer Weigerung, den Hof nach Ablauf der Zeitleihe zu verlassen, hören wir 1333 aus der Deutschordenskommende Oettingen. Durch Fürsprache eines hohen Herrn wurde dem Bauern die Leihe um zwei Jahre verlängert. Doch dann mußte er gehen.28

Wenn die Umstände günstig waren, erreichten die Bauern die Erbleihe bereits früh, in einzelnen Fällen schon im 13. Jahrhundert, an der Mosel 1256/1257, in Schönau 1291, in Ebersbach 1298.29 In St. Alban wurde schon seit 1243 Erbleihe vertraglich vereinbart. Einige Meierhöfe blieben länger in Zeitleihe. Jener von Jettingen kam 1339, jene von Lörrach und Pratteln 1371 in die Erbleihe. 1385 kehrte man mit dem Hof von Westhalten wegen schlechter Wirtschaftsführung von der Erbleihe zur Leihe auf mehrere Leiber zurück.30

Nach dem Einbruch der Epidemien wurde die Bereitschaft der Herren, die Bauern faktisch erblich auf dem Hof zu lassen, größer.

In dem Urbar der Kommende Oettingen von 1346/1347 finden sich nachgetragene namengleiche Beständer und unveränderte Abgaben. Die Propstin von Essen schloß 1350 einen Leihevertrag ab, in dem Erbfolge grundsätzlich vorgesehen war. Sie behielt sich allerdings eine formelle Neuverleihung im Erbfall vor. Das Stift Berchtesgaden wandelt 1377 Freistift Güter, Hofbauern Güter wie andere Güter, in Erbzins Güter um.

In Ebrach war der Übergang am Ende des 14. Jahrhunderts weitgehend vollzogen.31

Welche Umstände begünstigten die Umstellung? Es gab Freistift Güter, die rasch den Besitzer wechselten.

Ein Schreiber von St. Alban klagte, die Äcker hätten keinen steten Herren, sondern dieses Jahr einen und im nächsten einen anderen. Man müsse Fleiß darauf haben, daß der Zins hereinkomme.

Es bestand also die Gefahr der Verluste. Aber es gab noch gewichtigere Umstände. Reiche Grundherrn kauften Freieigen auf, mußten den Verkäufern aber zugestehen, als Erbhofmänner auf ihrem Hof bleiben zu dürfen, so in Grach an der Mosel 1337.

Gleichzeit beobachten wir, daß Bauern eine Verbesserung der Leiheverhältnisse in Verbindung mit einer Erhöhung ihrer Abgaben erreichten.

Das Züricher Großmünster vereinbarte etwa 1250 mit Bauern die Umwandlung von Leiblehen in Erblehen mit der Auflage, darauf Weinberge anzulegen, was einen dreifachen Ertrag und eine entsprechende Abschöpfung ergeben sollte.32

Weiterhin ist auf die bauernfreundliche Politik einiger Landesherrn, wie der Erzbischöfe von Salzburg und der Herzöge von Bayern hinzuweisen. Der zuerst genannte ging in seiner eigenen Grundherrschaft mit der Verleihung des Erbrechts voran und übte dadurch einen Druck auf die übrigen Grundherrn aus. Der Herzog von Niederbayernführte auf seiner Grundherrschaft 1445 allgemein das Erbrecht ein.

Aber schon 1423 hatten die Hintersassen von Steingaden vor dem Herzog von Oberbayern gegen ihren Grundherrn geklagt und sich auf "Erbrecht berufen, als anderer unser Gotteshäuser zu Bayern Recht ist." Die Herzöge von Österreich machten 1498 im Vorarlberg die Kündigung von Bauern durch Grundherrn von ihrer Genehmigung abhängig Maximilian I. ließ 1502 auf den landesherrlichen Gütern Freistift in Erbbau verwandeln.33

In der Schlußphase der Entwicklung zur Erbleihe vor dem Bauernkrieg spielten die kommunale Bewegung unter den Bauern und die von Peter Blickle untersuchten Agrarverfassungsverträge zwischen Grundherrn und Bauern eine Rolle.34

In stadtnahen Gebieten kam die Entwicklung oft wenig voran.

Im Straßburger Einzugsbereich wurden 1470-1525 142 Pachtverträge untersucht, von denen sich 99 auf 9 Jahre, 23 auf 18 Jahre und 6 auf 12 Jahre erstreckten. Daneben wurden wenige Erbleihverträge, die auf kleinere Landstücke bezogen waren, abgeschlossen.35 Sicherlich konnten Güter in Zeitpacht faktisch vererbt werden.

Landesweite Privilegien ersetzten den individuellen Vertrag. Es gab regionale Namen für ein sich vereinheitlichendes Erbleiherecht.

Schon 1382 erhielten "die freien Walser und die Hofjünger im Montafon" vom Grafen von Werdenberg einen gemeinsamen "Hofbrief". Während im Salzburgischen das Baumannsrecht mit dem Freistift identifiziert wurde, formte sich in Tirol das Baurecht der Bauleute zu dem Erbleiherecht aus. Das erbliche Baurecht wird in Südtirol vereinzelt schon 1327 genannt. 1508 wurde für Tirol im ganzen vereinbart, daß alle Freistifte in erbliches Baurecht zu verwandeln seien.36

Ein Name für das Leiherecht auf Zeit, der sich in Hessen antreffen läßt, war Landsiedelrecht. So wie das Baurecht insbesondere das Recht der Bauleute war, gehörten die Landsiedel, die auch der Grafschaft Wertheim genannt werden, zum Landsiedelrecht. Mit ihm verband sich im Stift Aschaffenburg am Anfang Teilbau und die Pflicht zur Besserung des Bodens. In Niedernberg 1378 und in Assenheim 1386 ging man explizit vom Landsiedelrecht zum Erbrecht über. Die Abgaben wurden von 40 auf 30 Malter, bzw. von 20 auf 12 Achtel Roggen gesenkt.37 In diesem Fall war umgekehrt wie in Zürich der Übergang zum Erbrecht nicht mit einer Erhöhung der Lasten verbunden. Die Senkung der Abgaben läßt vielmehr vermuten,daß der Übergang zum Erbrecht mit dem Mangel an Leihenehmern zusammen hing.

Eberbach sah 1458 in der Erbpacht die letzte Möglichkeit, den Betrieb von drei Weingärten zu retten. Rückblickend berichtet der Schreiber: Vorzeiten war es ein Halbbau, dann ein Drittel-, schließlich ein Viertelbau.38 Die Erbpacht steht also am Ende einer Kette von Belastungsminderungen.

Die landesweite Verbreitung einer bestimmten Leiheform läßt auf eine besonders intensive Angleichung anderer Bauern an die Hofbauern schließen.

Nach einem Verzeichnis des Zisterzienserklosters Heilsbronn aus dem Jahre 1505 wurden damals von 574 Leiheobjekten noch 203 in Zeitleihe ausgegeben.39 Dabei spielte die Sonderstellung von Hofbauern kaum noch eine Rolle.

In den Würzburger und anderen Lehenbüchern finden sich Verleihungen von Höfen nach Lehenrecht. Aber es sind in Würzburg nicht mehr als 2%.40 Die bäuerliche Erbleihe und Vergabe nach Lehenrecht blieben in der Regel geschieden, obwohl es weit verbreitet den Begriff Lehen für bäuerliche Kleinbetriebe gab.

In Michelsberg trat der Unterschied zwischen Zins- und Mannlehen hervor. Ein Gut, das von einem Nürnberger Bürger auf einen nicht lehensfähigen Bauern überging, verwandelte sich von einem Mannlehen in ein Zinslehen.41

So klein die Zahl der Zinslehen auch war, es bildete sich für sie ein eigenes Recht aus. Bei einer Belehnung durch den Würzburger Bischof wurde 1401 von "Zinses Gut Recht" gesprochen (lf 11, f. 77).

In Kursachsen scheint man Lehen im Sinne von Lehenrecht zu meinen, wenn man einem abgestiegenen Niederadeligen einen Bauernhof gab. Einerseits scheint sich mit solchen Bauernhöfen die Pflicht, Lehenpferde im Kriegsfall zu stellen, zu verbinden. Dazu mußte der Hof eine bestimmte Mindestgröße haben, sonst sackte er auf den Status eines Zinsgutes ab. Andererseits waren diese Lehenpferde ein typisches Kennzeichen der bäuerlichen Richterstellen.42

Hofteilungen

Die Teilungen, die bei Zeitleihen ins Auge gefaßt wurden, waren Unterleihen.

Sie wurden von St. Alban z.B. in einem Fall verboten, in einem anderen mit der Begrenzung erlaubt, daß wenigstens ein Drittel des Leihegutes vom Beliehenen direkt bewirtschaftet wurde.43

Die Einführung des unkündbaren Erbrechts ermöglichte eigentlich erst die Erbteilungen. Der Sandrachshof bei Michelau wurde von Ebrach 1377 zuerst als Erblehen vergeben. 1412 wurde er bei einer Wiederverleihung geteilt, 1448 gevierteilt. In diesem Fall blieben die Abgaben in der Summe gleich.44 Aber die Herren fürchteten Verluste bei den Teilungen. Zu dem Erbleihrecht gehörten deswegen Einschränkungen bei der Vererbung, die die Interessen der Herren schützen sollten. Freieigen wurde leichter geteilt als herrschaftlich abhängiger Besitz. Das Stift Aschaffenburg fügte in Erbleihverträgen die Bedingung ein, daß im Erbfall der Hof ungeteilt bei einem oder zwei Erben bleiben würde.

1385 verkaufte eine Witwe ihren Hof in Oberschwaben an sechs Verwandte. Als die Hofteile ab 1473 an die Stadt Ravensburg übergingen, befahl diese 1487, daß die Erben ihre Hofteile untereinander verkauften, so daß der Hof wieder zusammenkam.

Im Tückelhauser Urbar wurde lamentiert: In Pleichfeld wäre ein Hof zweigeteilt. Es wäre gut, wenn er wieder zusammen käme.45

Mit sanftem Druck operierte auch Michelsberg in dieser Richtung. Es verlieh einen Hof an zwei – offenbar nicht verwandte - Bauern, verlangte aber, daß sie den Hof ungeteilt bewirtschafteten. In einem anderen Fall ließ das Kloster eine Teilung zu, strebte aber eine Wiedervereinigung der Teile an. Wenn ein Teil zum Verkauf angeboten würde, sollten die Inhaber der anderen Teile ein Vorkaufsrecht haben.46

Im oben genannten Südtiroler Baurecht wurde bestimmt, daß nur der älteste Sohn den Hof erben durfte. Der bayerische Herzog regelte 1467 für seine Domänenbauern im Amt Wildenwart, "daß man künftiglich in unseren Urbarn aller Zerstreuung vertragen bleibe...Wo mehr als ein Erbe vorhanden sei, so besitze der jüngste Erbe, wo er anders ein guter Baumann sei". Bebenhausen unterschied 1440 zwischen Meiern und Bauleuten – aber nur noch in den nachlebenden Bezeichnungen. Die Leiheformen waren damals angeglichen. Beide hatten Erbrecht und ihre Güter waren unteilbar.47

Einerseits ist zu beobachten, daß Teilungen zunahmen, obwohl die Herrschaft sie untersagte, andererseits daß Grundherrn Teilungen zuließen, weil dadurch ihre Einnahmen nicht verringert, sondern sogar vermehrt werden würden, indem die Teile insgesamt mehr leisten mußten als der ungeteilte Hof.48 St. Stephan vergab den Hof in Wülfershausen 1314 auf Lebenszeit, 1469 zu Erbzinsrecht und erlaubte 1495 die Teilung unter "vier des Klosters Verwandte", also etwa Leibeigene. Diese vier mußten jetzt statt bisher 12 Malter Roggen und vier Malter Weizen 15 und fünf liefern.49 Aber überwiegend blieb die Sorge vor einer Einnahmenminderung durch Teilungen.

In Berchtesgaden wurde 1377 folgendes vereinbart: Wenn geteilt würde und einzelne Teile unbebaut liegen blieben, müßte derjenige, der seinen Teil bebaut, die Leistungen für alle Teile erbringen.50

Neben den Herren gab es andere Kräfte, die sich den Teilungen widersetzten.

Als die Bauern von Ochsenhausen in einem Aufstand 1502 durchsetzten, daß ihre Fallehen in Erblehen mit 5% Erbschaftssteuer verwandelt wurden, wurde der Widerstand der nicht erbberechtigten Kinder geweckt.Denn damit war offenbar die Unteilbarkeit verbunden. Deswegen wurden die Abmachungen 1525 wieder aufgehoben, als die Interessen der nicht besitzenden Landbevölkerung stärker zum Tragen kamen.51

Bei der Erbleihe taucht wie bei der Zeitleihe das Problem der Unterleihe auf.

Im Hofrecht von Dorsten verbot das Stift Xanten 1402 Teilungen, anerkannte aber, daß die Inhaber von Gütern Teile davon gegen Zins abtraten und verlangte daß diese Teile beim Tod des jeweiligen Inhabers zum Gut zurückkehrten. Michelsberg ließ eine Unterleihe zu, setzte aber das Vorkaufsrecht des Hofbauern fest, falls die von ihm unterverliehenen Äcker verkauft werden sollten.52

In der älteren Literatur spielte das Anerbenrecht, der Erbhof "als Eigentümlichkeit der nordisch-germanischen Welt" eine erhebliche Rolle.53 Wegen der evidenten ideologischen Bindung dieser Lehre muß sie heute großen Zweifeln begegnen. Immerhin bleibt zu fragen, ob nicht neben dem Interesse der Herrschaft an Unteilbarkeit und dem entgegenstehenden der Geschwister an Teilung, die von Fall zu Fall anders wirksam werden konnten, auch landschaftliche Gewohnheiten sich zugunsten des einen oder anderen Interesses normativ vereinheitlichend ausbildeten. Aber wenn Gerd Wunder meint, Franken und Oberschwaben seien Anerben- und Altwürtenberg Realteilungsgebiete gewesen, steht er wohl noch zusehr im Banne früherer Erbhoflehren.54

Ausschluß der Töchter

Neben der Teilbarkeit wurde die Vererbung noch in anderen Hinsichten eingeschränkt.

So findet man z.B. 1270 an der Mosel den Ausschluß der Töchter vom Erbe.55 Die Meier von Bebenhausen setzten 1440 durch, daß auch Frauen erben dürften. An der Unteilbarkeit konnte die Herrschaft aber festhalten.56 Wenn ein Hof verkauft werden sollte, etwa weil ein Erbe fehlte, durfte dieses nach dem Südtiroler Baurecht von 1327 nur innerhalb der Genossenschaft, d.h. der Bauern desselben Grundherrn erfolgen.

Abschöpfung, Natural- und Geldzinse

Die Leistungspflichten teilten sich in Natural-, besonders Getreideabgaben, und Geldzinse. Man kann die Frage stellen, ob die Umwandlung der Naturalabgaben in Geldzinse eine weitere Veränderung der Leiheformen zugunsten der Bauern war, und man wir sie sicherlich bejahen. Die Geldzinse waren nach der Art des damaligen Geldes Leistungen von Gold- und Silbermengen, indirekt also auch Naturallieferungen. Nach der Agrarkrisentheorie wären im Spätmittelalter die Gold- und Silberäquivalente für eine gleichbleibende Getreidemenge gesunken, weil insbesondere Silberanteil im Nominalgeld abgesenkt wurde

Ein Stift im Münsterland klagte schon am Ende des 13. Jahrhunderts darüber, daß die Bauern "declinante moneta" nur "numerus et nomen" der Geldzinse und nicht den "valor marcharum et solidorum", den Zins in nomineller Höhe und nicht den Realwert, leisten wollten.57

Der Versuch von Herren, Gehaltsminderungen des Geldes durch eine Erhöhung der Nominalzinsen, eine "renovatio censuum", auszugleichen, rief 1442 beim Kloster Schönau und 1478 in Kärnten den Widerstand der Bauern hervor.58

Da Goldgeld stabiler war als Silbergeld, fixierte man im 15. Jahrhundert die Abgaben nach Möglichkeit in Goldgeld. Bei kleinen Geldzinsen war dieses nicht möglich. Wenn im Rothenburger Raum z.B. 16 ß in Gold gefordert wurden, lag darin eine Anbindung des Silbergeldes an einen bestimmten Gulden -Kurs, den von 60 d zu einem Gulden, der im 14. Jahrhundert galt. Die Abgabenpflichtigen mußten den Kursverlust übernehmen. 1455 gingen 195 d auf einen Gulden. So heißt es denn 1457 in Limboldsweiler für eine Gült: 6 lb 3 ß in Gold, dafür 16 lb 12 d "Währung".59

Bei einem gleichbleibend fixierten Nominalgeldzins hätte die Beibehaltung von Naturalabgaben im Interesse der Herrn gelegen. Entsprechend beobachtet man den Druck der Bauern auf Verbreitung der Geldzinse und Gegenmaßnahmen und -bemühungen der Herrn.

Im Ebracher Urbar von 1340 gibt es – sparsame – Zeugnisse der Umwandlung von Natural- in Geldabgaben. Häufiger sind Angaben, die wahlweise Natural- oder Geldabgaben ermöglichten.

Dabei lag wie in Michelsberg die Wahlmöglichkeit beim Kloster, das wohl die jeweilige Währungssituation beurteilen wollte.

Gegen einen Druck von Seiten eines Abgabenpflichtigen setzte Michelsberg z. B. 1500 bei der Vererbung des Klosterhofes Oberleitersbach durch, daß von 24 ½ Scheffel Getreide höchstens 4 ½ in Geld geleistet werden durften.60

Es fällt auf, daß der Anteil der Naturalrenten am Ende des Mittelalters noch erheblich war. Im Würzburger Lehenbuch der Jahre1455-1466( lf 21) erfolgten 14% der erwähnten Abgaben in Geld, 51,3% in Naturalien und 34,3% gemischt in Geld und Naturalien. Vergleichen wir damit die Zahlen des Dorfes Sommerach nach einem Urbar von 1493. Die Geldabgaben machen 29%, Naturalabgaben 71%. Die Verhältnisse haben sich also kaum verändert.61

In St. Alban kamen um 1300 48% der Abgaben in Geld, 52% in Naturalien. Das Verhältnis verschob sich immerhin nach einer Kalkulation von 1423 auf 55% in Geld und 45% in Naturalien.62

In bestimmten Umständen war die Umwandlung der Abgaben in Geldzins günstig für Herren.

In der Grundherrschaft von Michelsberg wird beobachtet, daß die Umstellung auf Geldzinse rascher bei der Fron vorankam als bei der Gült.63 Mit der Schrumpfung der Eigenwirtschaft wurden Fronleistungen unbrauchbar.

Für einen Übergang zu Geldzinsen auch bei der Gült hätte gesprochen, daß die herrschaftlichen Empfänger von Naturalabgaben diese – umständlich – vermarkten mußten, soweit sie sie nicht für den eigenen Haushalt brauchten. Große Haushaltungen konnten deswegen sicherlich leichter an Naturalabgaben festhalten als einzelne Geistliche und Bürger, soweit diese nicht Getreidehändler waren. Einige Grundherrn sind den Transportschwierigkeiten zuvorgekommen.

In mittelrheinischen Leiheverträgen wurde im 13. Jahrhundert vorgesehen, daß der Bauer die Getreideabgaben vor die Tore der Herrenscheune zu fahren habe.

Die Bauern des Stiftes Aschaffenburg mußten die Naturalgült zu den Kornhäusern des Stiftes in Frankfurt, Friedberg und Aschaffenburg bringen.

Bei der Verpachtung eines Hofes legten die Herren von Thüngen 1509 den Bauern auf, die jährliche Getreideabgabe auf die Kemmenate, also ihren Wohnsitz, zu bringen "oder wohin wir sie in einer Meile Wegs darum her bescheiden werden". Man hielt es sich also offen, ob man das Getreide für den Eigenbedarf brauchte, begrenzte aber in jedem Fall die Transportverpflichtung des Bauern.64

Ein weiterer Faktor von Bedeutung für die Umwandlung von Naturalabgaben in Geldzinse war die Auflösung der Villikationen, die Individualisierung ehemaliger Fronhöfe. Es gab Hofbauern, die von den ehemals abhängigen kleineren Höfen Gülten und Fronen bekamen. Aber wie lange konnte sich ein solches System aufrecht erhalten?

Um Hildesheim herum wurden schon 1300 keine Naturalgülte mehr geliefert. 1224 hatte das Kreuzstift über die "violentia villicorum", die Gewalttätigkeit der Hofbauern, geklagt und war 1251 dazu über gegangen, die Geldzinse der von den "villici" abhängigen Bauern direkt einzusammeln. Den "villici" waren noch die Fronen geblieben. Nachdem die Auflösung der Villikationen vollendet war und das Meierrecht von den ehemaligen Haupthöfen auf die Nebenhöfe ausgedehnt war, kehrte man – das Michaeliskloster zuerst 1384 – zu den Naturalabgaben zurück.65

Frondienste, die für den Hof zu erbringen waren, wurden beim Stift Aschaffenburg und bei den Herrn von Wenckheim in direkt eingesammelte Geldzinse umgewandelt.

Ähnlich war es bei St. Alban und auch in Schöppenstedt, das der Herrschaft des Braunschweiger St. Blasius Stift gehörte.66

Jährliche Abgaben

Man unterscheidet zwischen jährlichen Leistungen an die Herren und jenen bei besonderen Gelegenheiten, etwa beim Wechsel des Hofbauern. Die Leistungspflichten von Hofbauern mit großen Höfen waren naturgemäß besonders hoch. Wir beschränken uns hier nicht auf diese, sondern sprechen auch von anderen Bauern. Der bedeutende Zehnte war seinem Ursprung nach prozentual und blieb es im Altsiedelland auch.

Im Kolonisationsland kamen gelegentlich Fixierungen vor, so etwa bei Teilen der Viehzucht in Lewenwerder 1296. Weiter nach Osten wurde der prozentuale Zehnte als "mos Polonicus", polnisches Gewohnheitsrecht, bezeichnet. Die Umstellung auf einen fixierten Getreide- und Geldzins wurde von den Bauern des Vinzenzklosters in Breslau als eine der Besserstellungen des "mos Theutonicus", des deutschen Gewohnheitsrecht, empfunden.67

Die zentrale Gült, vergleichbar dem heutigen Pachtzins, wurde wohl nach Möglichkeit an der Ertragsfähigkeit eines Hofes unter der Bedingung der Eigenwirtschaft orientiert.

Am Ende des 13. Jahrhunderts verbanden sich im Moselgebiet mit Flächenmaßen feste Geldvorstellungen. Eine "marchata terrae" erbrachte eine Mark Silber jährlich, die man für 10 Mark kapitalisieren konnte und die einen Umfang von 10 Morgen (etwa drei Hektar) hatte.68 In der Altmark betrug 1375 die Gült von einer Hufe mit 30 Morgen (7,5 ha) etwa ein frustum, was einem Pfund Pfennige oder einer halbe Mark Silber entsprach.69 Der Bodenzins war also erheblich niedriger als in dem vorher genannten, etwa ein Jahrhundert früheren Beispiel.

Aber die Grundherrn waren auch gezwungen, auf die Nachfrage nach ihren Höfen Rücksicht zu nehmen.

In einem internen Memorandum sagten die Goslarer Domherrn über ihre Höfe: "Locabimus, ut carius possumus,"Verpachten wir, so teuer wir können. 70

Eine schwere Abgabenlast war mit Halbbau verbunden, obwohl die Grundherrn zu den Betriebskosten beitrugen.

Ein Hof von St. Gereon erhielt 1277 einen Zuschuß zum Saatgut und zu den Löhnen bei Mergelfuhren. Ein Hof der Leininger Grafen erhielt 1430 das halbe Saatgut und den halben Schnittlohn.71

Bei dem ertragreichen Weinbau und besonders fruchtbaren Ackerböden neigte man zum Halbbau.72

Ein Hof in Lebenstedt bei Goslar mit Hufen "qui dicuntur aurei propter fertilitatem eorum", die wegen ihrerer Fruchtbarkeit goldene genannt wurden, wurde 1309 im Halbbau vergeben.73

Auch die Abgabe eines Drittels war erheblich, bildete aber in einigen Gegenden die häufigste Leistungspflicht.

Neuwerk in Goslar bekam im 14. Jahrhundert von 91% seines Bodens den dritten Teil.

Die Bauern strebten nach einer Fixierung der Leistungen, auch wenn die fixierten Abgaben an das Drittel heranreichten.

In einem Goslarer Lehenregister, dem sogenannten Dörnten-Register, wurden mehrmals Schätzungen der Drittel Einnahmen vorgenommen, die regelmäßig dem Durchschnitt fixierter Getreideabgaben entsprachen.

Die Bauern fanden sich durch Drittel Abgaben manchmal überfordert und reagierten durch Arbeitsunwillen.

St. Alban verzichtete in Weil im 15. Jahrhundert auf den Drittelbau und ging auf fixierten Zins über, weil die Teilbauern das Gut "nicht in Ehren gehalten" hatten, so daß es zum Teil wüst geworden war.74

Welche weiteren regelmäßigen Belastungen sind aufzuzählen? Noch im Rahmen der Grundpflichten bleiben die Fronpflichten, die nicht nur für Kleinbauern typisch waren. Häufig waren solche Pflichten wohl, wenn Gruppen von Bauern einen herrschaftlichen Eigenhof übernommen hatten.

So mußten die Bauern der ehemaligen Grangie Roggenbach des Klosters Tennenbach ein "Tagwan", einen Tag im Jahr, auf der dem Kloster verbliebenen Eigenwirtschaft fronen. 1467 mußten Beständer in der Grafschaft Leiningen bei der herrschaftlichen Weinernte helfen.75

Solche Dienste wurden besonders gern durch regelmäßige oder einmalige Geldzahlungen abgelöst.

Drei andere regelmäßige Belastungen, die oft einem anderen Herrn wie die Gült geschuldet wurden, seien hier nur kurz erwähnt: die Leibbede oder das Leibhuhn als Anerkennung einer Leibeigenschaft, die landesherrliche Bede oder Steuer und die Gerichtsabgaben, das Gerichtskorn oder die Vogtsteuer. Wenn diese Abgaben an denselben Herrn wie etwa auch die Gülte gingen, trat möglicherweise eine Verschmelzung ein.

Herren konnten Teile der Gült an Dritte als Schuldzinsen abtreten. Auch Bauern nahmen Kapital auf, zahlten jährlich Zinsen, die unseren Hypothekenzinsen vergleichbar sind. Diese Schuldzinsen sind von den Pachtzinsen zu unterscheiden und als Renten im engeren Sinn zu bezeichnen. Eine Rente im weiteren Sinn, etwa die Feudalrente oder die Agrarrente, bezeichnet alle Abgaben, die auf Grund der Herrschafts- und Besitzverhältnisse aus dem Land herausgeholt wurden.

Gelegentliche Abgaben, insbesondere Erbschaftsabgaben

Anlaß zu Abgaben bei besonderen Gelegenheiten war neben dem Besitzerwechsel der Herrenwechsel.

In Analogie zum Lehenswesen wurde in einigen Grundherrschaften, wie in der des Klosters Beinwil, auch beim Herrenwechsel, hier also beim Abtwechsel, eine Abgabe erhoben. Der Erzbischof von Salzburg erhob im 15. Jahrhundert Weihesteuern, um die hohen päpstlichen Taxen anläßlich seiner Weihe bezahlen zu können.76

Weiterhin ist die Gastungspflicht bei Besuchen der Herrschaft oder ihrer Organe, insbesondere von Gerichtspersonen, zu nennen. In einem fränkischen Weistum von 1494 heißt es: Der auf dem Hof sitzt, soll für die Verpflegung der Geschworenen am Gerichtstag sorgen.77

Die ältere Besitzwechselabgabe kommt aus der Vorstellung, daß die Hinterlassenschaft eines Hörigen seinem Herrn gehört.

Im Xantener Hof Dorsten, einst ein Fronhof, danach ein Verbund von selbständigen Bauernbetrieben, wurde 1402 das ganze bewegliche Gut eines Bauern bei seinem Tode eingezogen – mit Ausnahme des "Heergeweides", der Kriegsausrüstung, für den ältesten Sohn und aller Kleider der Mutter für die älteste Tochter. Der Betrieb wurde gegen vier Pfennige wieder ausgeliehen. Die erste Option war bei den Erben, also dem ältesten Sohn. Das Stift durfte sich seiner Einsetzung nicht widersetzen. Deswegen nannten sich die Bauern dieses Hofverbundes freier als andere.78

Das Anrecht des Herrn wurde früher oder später auf ein Bauteil, das Besthaupt, das beste Stück Vieh, oder das Bestkleid, eingeschränkt. Dieses Anrecht war der Sterbefall oder Todfall und wurde später durch den Erbfall, die Erbabgabe, ergänzt.

In einer bemerkenswerten Abmilderung beschränkte sich der Erzbischof von Salzburg in einem Mittersiller Weistum auf "das beste Stück ohne das beste", also das zweitbeste Stück.79

Man wird Bauteil und Erbfall als immer wiederholte Ablösung des herrschaftlichen Rechts, den Hof im Erbfall neu zu verleihen, sehen dürfen. Gerade in Urkunden, die die Umwandlung von Freistift in Erbleihe gewährten, wurden die Besitzwechselabgaben geregelt.

So gab man z.B. in Berchtesgaden 1377: 60 d und nicht mehr.80 Man sprach auch vom "(Erb)fall geben" oder vom "Er(b)schatz".

In einem Schied von 1502 zwischen Kloster Ochsenhausen und seinen Bauern wurde eine Erbschaftssteuer von 5% zuzüglich ein Pfund Pfennige als Ablösung für Besthaupt und Bestkleid vereinbart.81 Damit nahm man eine Regelung auf, die in Ebrach z.B. schon länger galt.82

In den Jahrzehnten vor dem Bauernkrieg gab es Beschwerden über Abgaben, die tatsächlich oder angeblich erhöht worden waren.

1514 beklagte sich die Bauernschaft des Gerichts Wildenwart beim niederbayerischen Herzog über Todfall Abgaben. Sie hätten ihr Leben lang von keinem Todfall gehört. Es gab aber 1446/14 87 in dem Amt sogenannte Freisassen, d.h. Leibeigene des Herzogs auf fremder Grundherrschaft, für die der Todfall vorgeschrieben war.83

Die herkömmlichen Erbgüter und die neuen, die aus Zeitpachtverhältnissen hervorgegangen waren, wurden einander angepaßt. Zu unterscheiden ist aber zwischen solchen, wo den Erbbauern ein verkäufliches Besitzrecht an dem Gut zustand, und denen wo dieses nicht der Fall war.

Das erste läßt sich reflexartig an einem Beispiel von Hildesheim erkennen. Das Stift St. Michael in Hildesheim kaufte noch vor 1331 Fronhöfe, die unter Erbrecht geraten waren, davon frei. In Kärnten sprach man von Kaufrecht, weil sich Erbzinsgüter kaufen ließen.84 Ein Beispiel für den zweiten Fall kommt vom Kloster Limburg. Es gab Streit um die Besserungen, d. h. um die Wertvermehrungen des Leihegutes, die die Bauern vorgenommen hatten. Die Erbzinser des Klosters Limburg zahlten 1416 keinen Zins, weil sie "ihre Besserung verkaufen wollten". Das Kloster nahm die Güter zurück und bot den alten Leihenehmern an, sie ihnen zu dem "ersten Zins", also wohl dem alten Zins, wieder auszuleihen.85

Auch bei Zeitpachtverhältnisse nahm die Herrschaft beim Besitzwechsel einmalige Abgaben, die Vorhure.

Das waren ein Paar Handschuhe von rheinländischen Weingartenpächtern oder den "Weinkauf" in der Grafschaft Katzenelnbogen.

Oft mußte der neue Zeitpächter auch für die Verbesserungen und die Hinterlassenschaft des Vorgängers an die Herrschaft zahlen, die sie sich, wie bei den Limburger Erbgütern, selbst zugeschrieben hatte.

Im Umland von Straßburg zahlte der neue Pächter für die melioracio, die Verbesserungen, des alten, z. B. bei einem jährlichen Pachtzins von 15 lb d einmalig 50 lb d.86

Eine Ausnahme bildete das Kloster Herrenchiemsee, das 1385 dem weichenden Pächter des Hofes Pinswang eine Ablösung für das zahlte, was er auf dem Hof gebaut hatte, und ebenso 1496 einer weichenden Witwe eines anderen Hofes eine Ablösung von 28 fl zukommen ließ.87

Weiterhin sind hier die Unterpfänder anzuführen, die z.B. Beständer in der Grafschaft Leiningen geben mußten. Am Anfang des 15. Jahrhunderts war es für die größeren Höfe 12 fl, am Ende drei Morgen Eigenland. Daraus ist zu ersehen, daß man hier als Hofbauern und Pächter vermögende Leute haben wollte. Vom Ende des 15. Jahrhunderts stammt der Eid des Meiers von Küttigen, in dem es heißt: Er solle den Herrn von (Bero)münster genügsam Bürgschaft des Hofes halb für Zins und "Unbau" geben, damit sie sicher seien, daß der Hof in guter Ehre gehalten und ihnen ihre Zins, Rente und Gült davon ausgerichtet werde.88

Das Verhältnis von Erträgen und Abgaben

Nunmehr komme ich zu dem Verhältnis von Erträgen und Abgaben. Beginnen wir mit den Hektar Erträgen. Aus dem Würzburger Salbuch 1 von 1470 sind die Angaben über Umfang und Ertrag der Würzburger Eigenhöfe zu verwerten. Es sind die Höfe in Wipfeld, Gerolzhofen, Ebenhausen, Homburg/ Wern, Sachsenhausen, Adelsberg.89 Wenn man die für diese Höfe genannten Zahlen für Umfang und Ertrag jeweils addiert und die beiden Summen zueinander in Beziehung setzt, erfährt man, daß im Durchschnitt 0,6 Malter pro Acker oder Morgen oder drei Malter Getreide pro Hektar produziert wurden. Da der Malter des am häufigsten genannten Getreides, des Roggen, nach Würzburger Maß, zugleich einem durchschnittlichen Maß für das Hochstift, 174 l enthielt,90 kommt man auf 522 l Getreide, und wenn man berücksichtigt, daß der Boden jedes dritte Jahr brach lag, auf 783 l pro Hektar der tatsächlich bebauten Fläche in jedem der beiden anderen Jahre. Ob die Aussaat für das kommende Jahr und andere Betriebskosten bereits abgezogen sind, bleibt unbekannt.

Nach einer Zeugenaussage von 1511 erbrachte in Kocherbergen bei Straßburg ein Morgen nach Abzug der Saat zwei Viertel Wintergetreide,91 also etwa 225 l.92 Der Umfang des Morgens dürfte dem Badens und der Rheinlande, also drei auf einen Hektar, entsprochen haben. Somit kommen wir auf einen Hektar Ertrag von 675 l Wintergetreide, also auch Roggen. Wegen der ausdrücklichen Erwähnung von Wintergetreide wird es sich nicht um einen Hektar vom Hofumfang, sondern um den Hektar aktuell mit Wintergetreide bebauter Felder, gewissermaßen den Ertrag von einer Nettofläche, handeln.

Von vier Katzenelnboger Eigenhöfen sind 1401 sowohl die Anbauflächen als auch die Erträge wiederum in Wintergetreide bekannt. Es sind Biebesheim, Wallerstädt, Groß Gerau und Braushardt. Zusammen wurden von 393 Morgen oder 131 ha 1106 Malter Roggen und Weizen gewonnen. Der Malter wog 85 kg 93 oder 117 l . 8,44 Malter auf den Hektar bedeuten 987,5 l. Nach Abzug der Saat verringerte sich der Ertrag auf 788 l.

In einigen Fällen, vornehmlich in Halb- und Drittelbauverhältnissen, kennen wir Erträge und Abgaben.

Ein Hof von Michelsberg in Gremsdorf, ein Halbpachtbetrieb, wurde in den Rechnungsbüchern des Klosters aus den 1480er Jahren mit Erträgen aufgeführt. 60 Morgen Feld, von denen jeweils ein Drittel brach lagen, ertrugen 60 Sumer pro Jahr. 40 Morgen Nettofläche entsprachen 20 ha. Die ausdrücklich nach Nürnberger Maß gemessenen Sumer von 318 l führen zu 954 l pro Hektar. Die Hälfte davon ging an das Kloster, das in der Kalkulation aber von 30 Sumer auf 30 ha ausgehen mußte und somit auf 318 l pro Hektar Abgaben kam.94

Im Urkundenbuch von Neuwerk in Goslar werden einige Verkaufswerte von Höfen, d.h. der herrschaftlichen Rechte über sie und ihrer Abgabenpflichten, genannt. 1300 kostete ein Vier-Hufen Hof 40 lötige Mark, 1306 ein Drei-Hufen Hof 60 lötige Mark und 1365 ein 10-Hufen Hof 65 lötige Mark.95 Die Hufengrößen kennen wir aus dem Lehenbuch des benachbarten Hildesheim. Sie lagen bei 25 und 27 Morgen.96 Vier Morgen werden auf einen Hektar gerechnet. Für die weitere Berechnung beschränken wir uns auf die Angabe von 1365. Die Hufe von 6,5 ha kostete also 6,5 lötige Mark, der Hektar eine lötige Mark. Bei dem damaligen Zinssatz von bis zu 10%97 erwartete der Käufer also eine Rendite von 0,1 Mark Silber pro Hektar. Da 50 ß auf die Mark Silber gingen,98 betrug die erwartete Rendite fünf Schilling. Da ein Scheffel sieben Schilling kostete,99 erwartete der Käufer 5/7 Scheffel, den Scheffel Roggen zu 311 l,100 also 222 l Getreide bei dominierendem Roggen.

Nach den zusammenfassenden Berechnungen von Ludolf Kuchenbuch101 an dem Urbar von Neuwerk und einem Hildesheimer Register, beide aus den 50er Jahren des 14. Jahrhunderts, entsprachen sich die Drittelbau Belastung der Hufen und die fixen Abgaben im Durchschnitt und lagen bei 3,3 Scheffel Roggen pro Hufe und Jahr.Das ergibt für einen Hektar Hofumfang 0,51 Scheffel oder 155 l, pro Hektar aktuell bebauten Bodens 235,5 l. Für den Gesamtertrag von der Nettofläche kommen wir auf das Dreifache, also 706,5 l.

Schließlich gibt es Quellen, die uns nur den Umfang und die Abgaben, im wesentlichen den Grundzins, eines Hofes offenbaren. Tückelhausen hatte in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts 37 Höfe sowie 35 Huben und Güter. Die Höfe bewegten sich zwischen 12 und 577 Morgen.102 Die Huben und Güter lagen, soweit bekannt, alle unter 100 Morgen. Im unteren Bereich der Höfe wird manchmal derselbe Betrieb abwechselnd Hof und Gut genannt. 15 Höfe hatten aber über 100 Morgen und fünf über 200 Morgen. Die Abgaben lassen sich pro Morgen errechnen und lagen zwischen 6,3 und 31 d. Bei einem Malter Preis von 87,5 d (oder 0,63 fl) betrugen sie im Durchschnitt 0,21 Malter. Das ergibt bei fünf Morgen auf einen Hektar un dem Malter Umfang von 174 l Abgaben pro Hektar in Höhe von 182,7 l.

Danach beschäftigt uns ein Hof in Gumpelshofen (Mittelfranken). Er hatte 90 kleine Morgen Ackerland, die den unterfränkischen Morgen entsprechen, und neun Tagwerk Wiesen und wurde 1457 gegen 15 Malter , 2/3 Roggen, 1/3 Hafer, bei Roggen jetzt 184 l, bei Hafer 304 l, ausgeliehen. Hier lag also die Belastung bei 0,17 Malter Roggen und Hafer oder bei dem Verhältnis von 2 zu 1 37 l pro Morgen bzw. 185 l pro Hektar. In Straßburger Pachtverträgen der Zeit um 1500 wird häufig ein Pachtzins von einem halben Scheffel oder Viertel pro Morgen genannt. Nach den schon oben praktizierten Umrechnungen sind drei Morgen ein Hektar, und ein Viertel oder Scheffel hat 1112,5 l. Damit erfahren wir, daß der Pachtzins 167 l pro Hektar betrug. 103

Von 1426 sind 10 Bestandsbriefe aus Mettenheim (Pfalz) erhalten. Der Umfang der Höfe lag zwischen 25 und 50 Morgen. Hier gingen drei Morgen auf einen Hektar. Die Abgaben betrugen unter vorherigem Abzug von 50% Brache 0,75 Malter pro Morgen.104 Daraus ist auf 2,25 Malter oder 270 l pro Hektar zu schließen. Wenn man den Abzug der Brache rückgängig macht, erhält man 135 l. Auch in der Pfalz gab es größere Höfe. Auf sie wird von Thomas Zotz aus Saatgutzuschüssen bei Halbbau Betrieben geschlossen. Bei einem solchen Betrieb in Haßloch wurden 1430 24 Malter Saatgut von der Herrschaft eingebracht. Die Gesamtaussaat von 48 Maltern führt bei einer Relation von Saat : Ernte wie 1:6 oder 1:7 und einer - allerdings unterstellten - Ernte von zwei Maltern pro Morgen zu etwa 150 bebauten Morgen und bei einer Zweifelderwirtschaft zu etwa 300 Morgen im ganzen.105.

Wiederum andere Verhältnisse treffen wir in Ostdeutschland. Ein Schulzenhof in Neuburg in Schlesien hatte 1263 40 fränkische Hufen, also 960 ha und noch einiges mehr. Allein von diesen 40 Hufen mußte er 20 Mark Silber (und sechs "Maß" Getreide,die hier vernachlässigt werden) jährlich leisten, was zu etwa 0,02 Mark Silber pro Hektar, also ein Fünftel der oben ermittelten Belastung in Neuwerk, führt. Die Zahl aus Neuburg liegt allerdings etwa halb so hoch wie der Durchschnitt der Hufen Belastungen einer größeren Zahl schlesischer Adelsherrschaften, der auf etwa 0,05 Mark Silber pro Hektar berechnet wurde.106

Erträge und Abgaben der Höfe von Hofbauern und anderer Höfe in Roggen oder Getreide, dominiert von Roggen und Weizen

(Ertrag von der Nettofläche, also nach Abzug des Brachlandes, Abgaben von der Bruttofläche, also einschließlich des Brachlandes)

Ort

Zeit

Hektar Umfang

Ertrag pro Hektar

Abgaben pro Hektar

Würzburg, Salbuch 1470 783 l
Würzburg, Salbuch 1470 783 l
Gumpelshofen 1457 18 185 l
Gremsdorf 1481 30 954 l 318 l
Straßburg 1511 675 l (nach Abzug der Saat)
Straßburg um 1500 167 l
Mettenheim 1426 8-18 135 l
Katzenelnbogen, vier Eigenhöfe 1401 788 l (nach Abzug der Saat)
Neuwerker und Hildesheimer Höfe (Durchschnitt) 1350er Jahre 706,5 235,5 l (nach Abzug der Brache)
Neuwerk, Hof 1365 222 l (0,1 Mark Silber)
Neuburg, Schulzenhof 1263 960 0,02 Mark

Zeitlicher Wandel

Abschließend nehme ich die Beobachtung zeitlichen Wandels auf.

Die Verkaufswerte der Höfe von Neuwerk lagen 1300 und 1306 deutlich höher als 1365. Ein "kleiner Hof" in Auernhofen (Mittelfranken) von 20 wohl großen Morgen Acker, also wohl 60 kleinen, die den unterfränkischen entsprachen, erbrachte 1339 Abgaben von 35 Maltern Getreide jährlich und 1391 nur noch von 14 Maltern.107 Die Belastung pro Morgen sank also von 0,58 auf 0,23 Malter.

Das untere Niveau kehrt bei dem Tückelhauser Hof in Oberhausen 1433 wieder, einem sehr großen Hof von allein 491 Morgen Acker. Aber danach sank die Belastungshöhe dort noch tiefer und lag 1465 etwa bei der Hälfte.108

Ebenso sanken die Leininger Einnahmen in Mettenheim von 1426 bis 1488 von 0,75 Malter Korn pro Morgen auf 0,4 - 0,6 Malter.109

Wenn man allein von Abgaben die Größe eines Hofes schätzen will, muß man die Zeitstellung beachten. Ein Hof von Neumünster in Tauberrettersheim lieferte 1307 60 Malter, einer in Bergtheim 1440 16 Malter Getreide.110 Der zeitliche Abstand der Nachrichten könnte sich stärker auf die Abgaben ausgewirkt haben als ein Größennterschied der Höfe.

Warum sanken die Abgaben der Hofbauern? Die Antwort darauf wird in verschiedenen Richtungen zu suchen sein. Einerseits wurde hier nur von der Gült, dem Grundzins gesprochen. Die Herren verlagerten ihre Forderungen auf vogteiliche Einnahmen, insbesondere Steuern, soweit sie es konnten. Andererseits könnte ein Druck auf den Abgaben der Hofbauern wegen der Beschneidung der Höfe gelegen haben. Zu einem Abbau der Stellung des Hofbauern mußte es beitragen, wenn die Abgaben der ehemaligen Hintersassen eines Fronhofs von diesem getrennt und gesondert eingesammelt wurden.

Es gab im Spätmittelalter eine massive Bewegung der Abtrennung kleinerer Einheiten vom Hof, dessen quasi zweite Entmantelung. Die Selden wurden Gegenstand selbständiger Verleihung und Abschöpfung.

1462 wurde eine Selde, die unterhalb eines Schlosses lag, mit Haus, Hofstatt, Garten, Hofreit, einem Stück gerodeten Landes und einem Hölzlein gegen Zins erblich verliehen. Im Urbar des Klosters Langheim von 1390 wird eine Selde erwähnt, an der ein Bauer ein "Zimmerrecht" hat. "Dazu hat man geschlagen sechs Äcker aus dem Hof". Die Selde war offenbar nicht mehr bewohnbar, an ihr haftete aber das Recht auf einen Hausbau, der zum Zentrum eines kleinen Bauernbetriebes werden konnte.111

Die Verlagerung der Abgaben auf andere Bauernkreise laßt vermuten, daß von dem Rückgang der Gült der Hofbauern nicht auf ein Nachlassen der bäuerlichen Belastung im ganzen zu schließen ist.

Immerhin fällt auf, daß auchbei mittelrheinischen Weingärten die Ertragsquote für die Herrschaft in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts von 48% auf 42% sank112.

Aber eine Klage in der Reformatio Sigismund von 1439 spricht davon, daß die Äcker mit Zinsen überladen seien,113 und gibt damit wohl einen Gesamteindruck wieder. Dabei ist neben Gült und Steuern an andere Belastungen aus vogteilicher Wurzel, wie Gerichtsabgaben und Bannwein, an leibrechtliche Abgaben, an den Kirchenzehnten und an die Zinsbeslastung durch Kreditaufnahme der Bauern zu denken.

Anmerkungen

*

Für allgemeinere Ausführungen zu diesem und den übrigen Beiträgen, denen das Material der sozial- und wirtschaftsgeschichtlichen Datenbank zugrunde liegt, vgl. die Seite Zur Seite "Analysen". "Analysen". Dort sind auch die verwendeten Abkürzungen aufgelöst. Die vollständigen bibliographischen Angaben zur zitierten Literatur finden sich auf der Seite Zur Seite "Allgemeine Literatur". "Allgemeine Literatur". Zurück zum Haupttext.

1

Zu letzterem mit einem Beispiel von 1467 Zotz bei Patze 2, S.197f. Zurück zum Haupttext.

2

Ofer S. 294.Zurück zum Haupttext.

3

Fischer-Pache S. 91, 97.Zurück zum Haupttext.

4

Borchardt S.464, 468, 471; Lamprecht 3, S.136.Zurück zum Haupttext.

5

Wopfner Nr. 249; vgl. auch Gilomen S. 126.Zurück zum Haupttext.

6

Braun 1, S.82; Dweeters S.69.Zurück zum Haupttext.

7

Rödel/Schöffler S. 122.Jäger bei Rödel/Schneider S. 246; Borchardt S. 464 u.ö.Zurück zum Haupttext.

8

Illemann S. 11, 14; Epperlein, Bauernbedrückung S. 122f. schon mit einem Zeugnis von 1264.Zurück zum Haupttext.

9

Rödel, Salbuch S.136f., 144.Zurück zum Haupttext.

10

Ott, Studien S. 161, 167f.Zurück zum Haupttext.

11

Wendehorst, Neumünster S.254; das Beispiel Tauberrettersheim S. 280; Arnold, Niklashausen S. 170f.Zurück zum Haupttext.

12

Rödel/Schöffler S. 162, dazu S.101.Zurück zum Haupttext.

13

Hoffmann, Agrarkrise S. 260f.; allgemeiner Kuchenbuch S.122f.Zurück zum Haupttext.

14

Last bei Patze 1, S.431.Zurück zum Haupttext.

15

Last bei Patze 1, S. 428f.; Wopfner Nr. 245, 259.Zurück zum Haupttext.

16

Ofer S. 294; vgl. auch Hopfenzitz S. 78f.Zurück zum Haupttext.

17

MB 8, Nr. 78, S. 111.Zurück zum Haupttext.

18

Kuchenbuch S.120, 124; Last bei Patze 1, S. 426 für Escherde; Wopfner Nr. 156; Franz Nr. 241.Zurück zum Haupttext.

19

Borchardt S.473Zurück zum Haupttext.

20

Zotz bei Patze 2, S. 203.Zurück zum Haupttext.

21

Braun 1, S. 109; Borchardt S. 490f.; Franz Nr. 210; Gilomen S. 159; Wopfner Nr. 233.Zurück zum Haupttext.

22

Hoffmann, Wirtschaftsprinzipien S. 719 ; Weiss S. 38Zurück zum Haupttext.

23

Braun 1, S. 103f; 2, S. 46, 54.Zurück zum Haupttext.

24

Sabean S. 21; Wopfner Nr. 149.Zurück zum Haupttext.

25

Franz Nr. 169, dazu Nr. 241 S.599; Hopfenzitz S. 74.Zurück zum Haupttext.

26

Gilomen S. 140; Hopfenzitz S.83; Mersiowsky S. 264.Zurück zum Haupttext.

27

Schaab bei Patze 2, S.55; Borchardt S. 464; Weiss S. 36.Zurück zum Haupttext.

28

Fischer-Pache S. 98f; Hopfenzitz S. 79.Zurück zum Haupttext.

29

Lamprecht 3, S.5; Schaab bei Patze 2, S. 65.Zurück zum Haupttext.

30

Gilomen S. 151, 167, 170, 202, 206.Zurück zum Haupttext.

31

Hopfenzitz S.79-81; Wopfner Nr. 222, 240; Weiss S. 40.Zurück zum Haupttext.

32

Gilomen S. 207; Lamprecht 3, S.165; Sablonier S. 245.Zurück zum Haupttext.

33

Dopsch bei Patze 2, S. 256; Sandberger S.245, 374; Stolz bei Mayer, Adel S.193; Huber, in: Bauernschaft S. Zurück zum Haupttext.

34

Blickle bei Patze 1, S. 240-261: Blickle, Kommunalismus S. 117, 151f.Zurück zum Haupttext.

35

Rapp, in: Bauernschaft S. 92, 99.Zurück zum Haupttext.

36

Dopsch bei Patze 2, S.56; Franz Nr. 166;Stolz bei Mayer, Adel S.183f.,190; In Ebrach wurde die Zeitleihe Baurecht genannt, vgl. Weiss S. 35Zurück zum Haupttext.

37

Wopfner Nr. 213 (1343); Franz Nr. 204 (1426); Arnold, Dorfweistümer S. 876; Fischer-Pache S.101-104.Zurück zum Haupttext.

38

Volk S. 168f.Zurück zum Haupttext.

39

Oppelt S. 72.Zurück zum Haupttext.

40

Baum S. 98.Zurück zum Haupttext.

41

Braun 1, S. 119.Zurück zum Haupttext.

42

Schneider bei Andermann/Johanek S.199-201.Zurück zum Haupttext.

43

Gilomen S. 151, 206.Zurück zum Haupttext.

44

Weiss S.39.Zurück zum Haupttext.

45

Fischer-Pache S. 100;Sabean S. 40f.; Rödel/Schöffler S. 142.Zurück zum Haupttext.

46

Braun 1, S. 276.Zurück zum Haupttext.

47

Franz Nr.166, 212, 223.Zurück zum Haupttext.

48

Dopsch bei Patze 2, 254.Zurück zum Haupttext.

49

Ofer S. 455 und Tischler S. 53f.Zurück zum Haupttext.

50

Franz Nr.188; vgl. auch Bader 3, S.33.Zurück zum Haupttext.

51

Sabean S.42-45.Zurück zum Haupttext.

52

Wopfner Nr. 206; Braun 1, S. 276.Zurück zum Haupttext.

53

Huppertz S.49.Zurück zum Haupttext.

54

Wunder, in: Bauernschaft S. 137, 139.Zurück zum Haupttext.

55

Lamprecht 3, S.6.Zurück zum Haupttext.

56

Franz Nr. 212.Zurück zum Haupttext.

57

Epperlein, Bauernbedrückung S. 90.Zurück zum Haupttext.

58

Trithemius, Hirsau bei Schlegel S.408; Unrest in: MGH SS rerum Germanicarum N.F.11 S. 90f.Zurück zum Haupttext.

59

Borchardt S. 435f u. ö; mit S. 416.Zurück zum Haupttext.

60

Braun 1, S. 283.Zurück zum Haupttext.

61

Die Auswertung erfolgte in zwei Würzburger Zulassungsarbeiten von Manfred Schallner, 1980 lf 21, und Dirk O. Rösing, 1994, das Urbar im Statsarchiv Würzburg stb 595.Zurück zum Haupttext.

62

Gilomen S. 217, 225f.Zurück zum Haupttext.

63

Braun S. 282-287.Zurück zum Haupttext.

64

Epperlein, Bauernbedrückung S. 42, 44; Fischer-Pache S. 101; Morsel, Thüngen S. 491.Zurück zum Haupttext.

65

Illemann S. 10, 33,Zurück zum Haupttext.

66

Fischer-Pache S. 108; Werner S. 22; Gilomen S. 143, 171; Döll S. 340.Zurück zum Haupttext.

67

Franz Nr. 152; Helbig 2, Nr. 27.Zurück zum Haupttext.

68

Lamprecht 3, S. 106,115f.Zurück zum Haupttext.

69

Engel/Zientara S. 79, 189.Zurück zum Haupttext.

70

Kuchenbuch S. 121.Zurück zum Haupttext.

71

Franz Nr. 141; Zotz bei Patze 2, S. 201f.Zurück zum Haupttext.

72

so schon Lamprecht 3, S. 3, 9, 111, 513 u.ö; Franz Nr.163, 200, und viele spätere.Zurück zum Haupttext.

73

Kuchenbuch S. 102. Vgl. auch Schaab bei Patze 2, S. 66.Zurück zum Haupttext.

74

Kuchenbuch S. 102-104;Gilomen S. 207f.Zurück zum Haupttext.

75

Schaab bei Patze 2, S.56f.; Zotz bei Patze 2, S.197.Zurück zum Haupttext.

76

Wopfner Nr. 195; Dopsch bei Patze 2, S. 241.Zurück zum Haupttext.

77

Arnold, Dorfweistümer S. 867.Zurück zum Haupttext.

78

Wopfner Nr. 260.Zurück zum Haupttext.

79

Klein, Beiträge S. 187.Zurück zum Haupttext.

80

Franz Nr. 188.Zurück zum Haupttext.

81

Blickle bei Patze 1, S. 241; Vorläufer bei Sabean S.88f.Zurück zum Haupttext.

82

Weiss S. 60. Seltener wurden von Ebrach 6,7% oder gar 10% gefordert.Zurück zum Haupttext.

83

Sandberger S. 245f., 357.Zurück zum Haupttext.

84

Kuchenbuch S. 120-123; Klebel bei Mayer, Adel S.246. Zurück zum Haupttext.

85

Zotz bei Patze 2, S. 219.Zurück zum Haupttext.

86

Volk S. 91; Rapp, in: Bauernschaft S. 93.Zurück zum Haupttext.

87

Sandberger S. 249.Zurück zum Haupttext.

88

Zotz bei Patze 2, S.196, 198; Franz Nr. 244.Zurück zum Haupttext.

89

Rödel, Salbuch S. 90f.Zurück zum Haupttext.

90

Rödel/Schöffler S. 109.Zurück zum Haupttext.

91

Rapp, in: Bauernschaft S, 92,99.Zurück zum Haupttext.

92

Dirlmeier S. 574, 576.Zurück zum Haupttext.

93

Lachmann S. 171, 185-187; dasselbe Saat : Ernte Verhältnis 1442 in der katzenelnbogischen Kellerei Rheinfels und 1444 in der Trierer Kellerei Oberlahnstein, vgl.Volk S. 287.Zurück zum Haupttext.

94

Braun 1, S. 122; Nürnberger Maß nach Dirlmeier S. 572Zurück zum Haupttext.

95

Cordes S. 203f., 215f., 221f.Zurück zum Haupttext.

96

Deeters S. 10f.Zurück zum Haupttext.

97

Görner S. 29, 283-288 für südliches Westfalen, Niederrhein und Moselgebiet; Sprandel, Ländlicher Adel S. 223 für Unterfranken.Zurück zum Haupttext.

98

Kuchenbuch Tabelle 1.Zurück zum Haupttext.

99

Hoffmann, Agrarkrise S. 204.Zurück zum Haupttext.

100

Döll S. 357f.Zurück zum Haupttext.

101

Kuchenbuch S.103f.Zurück zum Haupttext.

102

Rödel/Schöffler S.105f.,109.Zurück zum Haupttext.

103

Borchardt S. 435; Rapp, in: Bauernschaft S. 92, 94.Zurück zum Haupttext.

104

Zotz bei Patze 2, S.195, der – ob zu Recht – von demselben Malter wie in Hessen (etwa 120 l) ausgeht.Zurück zum Haupttext.

105

Zotz bei Patze 2, S.201f. Für den Hof Sülz in der Grundherrschaft von St. Panthaleon in Köln mit 25 Maltern Saatzuschuß schon 1251 (Wopfner Nr.148) gilt ähnliches.Zurück zum Haupttext.

106

Wopfner Nr. 162; Schmilewski S. 180.Zurück zum Haupttext.

107

Borchardt S. 490f.Zurück zum Haupttext.

108

Rödel, Tückelhausen S.135f.Zurück zum Haupttext.

109

Zotz bei Patze 2, S. 199.Zurück zum Haupttext.

110

Wendehorst, Neumünster S.268,280.Zurück zum Haupttext.

111

Franz Nr. 221; Jäger bei Rödel/Schneider S.246.Zurück zum Haupttext.

112

Volk S. 170-172,Zurück zum Haupttext.

113

Franz Nr. 211.Zurück zum Haupttext.