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Klara Oppenheimer

 

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Quellenbeschreibung
[1002][1003][1016]
[1027][1061][1078]

 
Oppenheimer, Klara (Clara) Stammbaum                 IdNr. 28006


deportiert
gestorben im Holocaust
 
Geburtsdatum: 06.11.1867 in: Paris
Sterbedatum: 17.05.1943 in: Ghetto Theresienstadt
Hebr. Name: Friedhof:   
Würzburger Stolpersteine
Beruf: Ärztin  

Ehepartner   

    

Biographische Angaben  


   
Lehrerin; Ärztin, Dr. med. Klara (Clara) Oppenheimer wuchs in der Kaufmannsfamilie Adolf und Recha Oppenheimer in Paris, Frankfurt und, ab 1875, in Würzburg auf. Sie besuchte die Jüd. Volksschule und ein privates Mädchenlyzeum (Mädchengymnasium) in Würzburg und schlug dann zunächst eine Berufslaufbahn als Lehrerin ein.

Von 1886 bis 1889 machte sie eine Ausbildung am Lehrerinnenseminar in Aschaffenburg und war damit zum Unterrichten von Mädchen an Volks- und privaten Schulen berechtigt. Sie engagierte sich in der Frauenbewegung und war 1898 Gründungsmitglied des Würzburger Vereins "Frauenheil" zur Förderung der höheren Bildung bei Frauen, für den sie ab etwa 1900 auch als Lehrkraft arbeitete. 1903 legte sie ihr Abitur ab und erhielt damit den Hochschulzugang.

Ab 1906 studierte Klara Oppenheimer Medizin an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg; 1912 Abschluss mit der Promotion und Approbation. Danach war sie als als Assistentin am Pathologischen Institut der Universität tätig (Universitätsklinikum Würzburg). 1918 ließ sie sich - als erste Ärztin in Würzburg überhaupt - als Fachärztin für Säuglings- und Kinderkrankheiten nieder und führte eine Praxis im Elternhaus Friedenstraße 26.

Ehrenamt: 1918-1933 Vorstandsmitglied und Lehrkraft an der Sophienschule Würzburg; Vorsitzende des Frauenrechtsvereins Würzburg. NS-Regime: 1933 Schließung der Praxis aus Gesundheitsgründen; später Wiedereröffnung eines Behandlungszimmers für jüd. Patienten. Mitglied im Kulturbund Deutscher Juden Würzburg. Scheiternde Emigrationsbemühungen (1934 Schweiz). Wiederholte Konfrontationen mit der Gestapo-Stelle Würzburg; 1940 endgültige Schließung der Praxis; das Ellternhaus ging nach einer Zeit als "Judenhaus" an einen NS-Funktionär über.

Dr. Klara Oppenheimer kam im August 1941 in das Heim Konradstr. 3 der Isr. Kranken- und Pfründnerhausstiftung Würzburg. Sie wurde am 23.September 1942 ins Ghetto Theresienstadt deportiert. In Theresienstadt traf sie auf ihre von München deportierte Schwester, die Malerin Johanna Oppenheimer, deren Tod sie dort erleben musste. Klara selbst kam im Mai 1943 im 76.Lebensjahr dort ums Leben. [1003][1027] Posthum geehrt als Namensgeberin der Klara-Oppenheimer-Schule in Würzburg. [1016]

weitere Quellen:
- Klara Oppenheimer, Das Carcinom an der Papilla Vateri, 1912 (Dissertation Universität Würzburg - katalog.bibliothek.uni-wuerzburg.de)
- Eduard Seidler, Jüdische Kinderärzte 1933-1945, 2007, S. 374.

Individuelle Informationen


Biographische Daten

Quellenangaben 




[1002] Yad Vashem The Central Database of Shoah Victimsnames
[1003] Bundesarchiv - Gedenkbuch
[1016] Strätz, Reiner, Biographisches Handbuch Würzburger Juden 1900-1945
[1027] Ghetto Theresienstadt -Opferdatenbank Nr. 26970
[1061] 5. Deportation der jüdischen Bevölkerung aus Bezirksstelle Bayern.

Nürnberg - Würzburg nach Theresienstadt Abfahrtsdatum: 23.09. - 24.09.42


[1078] Volkszählung 1939 - The 1939 German "Minority Census" Database

Ortsfolge   



GeburtsortParis 06.11.1867[1016]
Frankfurt am Main vor 1872[1016]
Würzburg 18751886[1016]
Aschaffenburg 18861889[1016]
Würzburg vor 1900Aug. 1941Friedenstr. 26   ✡[1016][1078] Karte
Würzburg Aug. 194123.09.1942Konradstr. 3deportiert[1016][1061] Karte
Sterbeort
deportiert nach
Ghetto Theresienstadt 23.09.194217.05.1943Opfer[1003]