biographische Daten


        



 

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Quellenbeschreibung
[1003][1029]
 
Fromm, Hermann Stammbaum                 IdNr. 22901


deportiert
gestorben im Holocaust
 
Geburtsdatum: 10.10.1878 in: Grosslangheim
Sterbedatum: 1942 in: Izbica
Hebr. Name: Friedhof:
Beruf: Kaufmann  

Ehepartner 

    

1. Fromm Friederike Rice, geb. Löb [1029][1064]

Biographische Angaben  


   
Hermann Fromm führte in Miltenberg ein Geschäft für Woll- und Weißwaren.

Erklärungen zu Dokumente erfassen:
Das Foto unter Individuelle Informationen von Friederike Rice Fromm, geborene Löb und Hermann Fromm wurde aus dem Spessart-Heft Nr.7/1992, Seite 13, entnommen. Hermann Fromm verkaufte sein Haus in Mönchberg 1911 an Pius Eilbacher, der darin eine Gemischtwarenhandlung einrichtete. 1920 entstand in Mönchberg vor dem ehemaligen Frommschen und jetzt Eilbacherschen Haus die Fotoaufnahme. Erste von rechts Friederike Rice Fromm, zweiter von rechts Hermann Fromm.

Fromm zog 1910 nach Miltenberg und eröffnete in der Hauptstraße 113 (alte Hausnummer 246) ein Geschäft für Weißwaren und Wolle. Im Spessartheft Nr.7/1992 ist Hausnummer 118 (neue Hausnummer) vermerkt, was jedoch falsch ist. In der Hauptstraße Nr. 118, (alte Hausnummer 263) wohnte die Familie Selig. Das im Spessart-Heft Nr. 7/1992, auf Seite 13, das zweite von oben gezeigte Foto, zeigt das Haus der Familie Selig. Das Haus der Familie Fromm lag gegenüber. [1029]

Im Spessartheft 10/1989 wird auf Seite 17 unter der Überschrift "Mit Pferdewagen zum Kunden" über Hermann Fromm berichtet, dass er bei seinen Kundenbesuchen über seine Kriegserlebnisse im I. Weltkrieg berichtete. Nachzulesen unter Individuelle Informationen.
Quelle: Spessart Heft 10/1989, Seite 17, Bericht von Eduard Schmitt.

Am 28.08.1940 zog Hermann Fromm verfolgungsbedingt nach Frankfurt am Main in den Bäckerweg 9. Die Adresse "Bäckerweg 9" war eine Sammelunterkunft, eine Zuflucht für Juden, die den Schikanen zu entgehen hofften, denen sie in Dörfern und Kleinstädten ausgesetzt waren. Quellen: Spessartheft Nr. 7/1992, Seite 13 und Jüdisches Museum, Frankfurt.

In der Festschrift 150 Jahre Turnverein Miltenberg steht, dass Hermann Fromm auswandern konnte, was nach den Informationen des Jüdischen Museums Frankfurt nicht zutrifft. Hermann Fromm wurde nach Izbica [1003] deportiert und hat nicht überlebt.

Zu Hermann Fromm gibt es Informationen in der Datenbank des jüdischen Museums, Frankfurt am Main, die auf der u.a. im wesentlichen Entschädigungsakte in Wiesbaden beruhen. Er wurde wohl im Alter von 63 Jahren am 8. oder am 24. Mai 1942 aus Frankfurt in das Ghetto Izbica verschleppt, wo er wahrscheinlich ums Leben kam. Es liegen dazu keine Deportationslisten vor. Sein Todesdatum wurde auf den 08.05.1945 festgesetzt.
Quelle: HHSTA Abt. 518/11589, Jüdisches Museum Frankfurt 1996-2013, Texte: Heike Drummer/Jutta Zwilling.
Information von Frau Monica Kingreen, Frankfurt Pädagogisches Zentrum FFM Fritz Bauer Institut vom 21.01.2014.

Hermann Fromm hatte zwei Kinder: Max Fromm , der in Raasiku am 07.03.1944 ermordet wurde. [1003]. Die Ehefrau von Max, Alice und sein Enkel, der einjährige Gerson wurden ebenfalls nach Raasiku deportiert und ermordet. [1003]
Die Tochter Erna Babette Fromm lebte nach dem Zweiten Weltkrieg in den USA. Quelle: Jüdisches Museum Frankfurt.

Individuelle Informationen


1. Doc. Hermann und Friederike Fromm 1920 vor ihrem Geschäft in Mönchberg, Haus Nr. 1
3. Festschrift 150 Jahre Turnverein Miltenberg, Seite 12
4. Biographie Hermann Fromm - Jüd. Museum Frankfurt/M
5. Hermann Fromm - Spessart-Heft 10/1989, Seite 17

Quellenangaben 




[1003] Bundesarchiv - Gedenkbuch
[1029] Debler Ulrich: Die jüdische Gemeinde von Miltenberg

Ortsfolge   



GeburtsortGroßlangheim 10.10.18781879?[1016][1029][1003]
Mönchberg 15.05.1910[1029]
Miltenberg 15.05.1910Hauptstr. 76[1029] Karte
Miltenberg 28.08.1940Hauptstr. 113   ✡[1029][1003] Karte
Frankfurt am Main 28.08.1940Bäckerweg 9deportiertJüdisches Museum Frankfurt Spessartheft 7/1992 [1003] Karte
Sterbeort
deportiert nach
Izbica Mai 1942Opferfür tot erklärt[1003]