biographische Daten


        

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Albert Kirschner 

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Quellenbeschreibung
[1003][1005][1016]
[1064]
 
Kirschner, Albert Stammbaum                 IdNr. 25498


deportiert
gestorben im Holocaust
 
Geburtsdatum: 24.12.1886 in: Modlin (Kdyně)
Sterbedatum: ?1942 in: KZ Auschwitz
Hebr. Name: Friedhof:   
Würzburger Stolpersteine
Beruf: Beamter  

Ehepartner 

    

1. 1921 Nürnberg, Kirschner Renate, geb. Goldschmidt [1016][1005]

Biographische Angaben  


   
Beamter (Beamtentum). Er wuchs in der Kaufmannsfamilie Moritz und Therese Kirschner auf, wahrscheinlich in der westböhmischen Gemeinde Modlin (Kdyně) und ab 1890 in der nahen Stadt Baustelle in der bayerischen Oberpfalz. Albert Kirschner gehörte zu den relativ wenigen Mitgliedern der Jüd. Gemeinde in Würzburg , die außerhalb der selbstständigen und freien Berufe tätig waren; der Staatsdienst, den er für seine Berufskarriere wählte, erschwerte auch noch nach 1900 den Eintritt von Juden. Kirschner arbeitete wohl ab 1921 in Würzburg; er hatte den Dienstrang eines Zollamtmanns (Amtmann), dann eines Zollfinanzrats. 1934 wird er im Adressbuch der Stadt als einer von fünf Zollfinanzräten beim Landesfinanzamt Würzburg, Abteilung III für Zölle und Verbrauchsteuern, aufgeführt. Albert Kirschner trat im Mai 1930 mit seinen Kindern aus der Isr. Kultusgemeinde aus. Im NS-Regime wurde er dennoch nach dem rassistischen Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums entlassen, als Kriegsteilnehmer des Ersten Weltkriegs wohl erst Ende 1935. Er musste seine langjährige Dienstwohnung beim Zollamt in der Veitshöchheimer Straße räumen und zog im Juli 1937 mit seiner Ehefrau Renate und den in Würzburg geborenen Kindern Ingeborg, Margot und Manfred nach Baden-Baden . Im Novemberpogrom 1938 wurde er dort in "Schutzhaft" genommen und kam für einige Wochen ins Baustelle . Am 22.Oktober 1940 wurde er mit seiner Familie im Rahmen der Wagner-Bürckel-Aktion ins südfranzösische Lager Gurs deportiert; im August 1942 schließlich nach verschiedenen Lageraufenthalten, vom Sammel-Lager Drancy ins Vernichtungslager Auschwitz . Nur sein jüngstes Kind Manfred überlebte den Holocaust. [1016][1003][1005]

Individuelle Informationen


Deportation Baden - Pfalz - Saarland nach Gurs

Quellenangaben 




[1003] Bundesarchiv - Gedenkbuch
[1005] Yad Vashem Page of Testimony
[1016] Strätz, Reiner, Biographisches Handbuch Würzburger Juden 1900-1945. Seite 302
[1064] Deportation der jüdischen Bevölkerung aus dem Deutschen Reich
Deportation aus Baden nach Gurs Abfahrtsdatum: 22./23.10.40, Deportierte: 5593

Ortsfolge   



GeburtsortModlin (Kdyně) 24.12.1886Ort nicht sicher[1016][1003]
Kötzting [1016]
Würzburg um 1921Juli 1937Veitshöchheimer Str. 1a - Ludwigstr. 6    ✡[1016]
Baden-Baden Juli 193722.10.1940deportiert[1003]
KZ Dachau 11.11.193817.12.1938Inhaftierung[1003]
deportiert nachLager Gurs 22.10.1940[1003]
Lager Rivesaltes 1941[1005]
Lager Les Milles 1942
deportiert nachLager Drancy 17.08.1942deportiert[1003]
Sterbeort
deportiert nach
Auschwitz 17.08.1942?1942Opferfür tot erklärt[1003]