biographische Daten


 
 
   



 

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Quellenbeschreibung
[1003][1029][1046]
[1064]
 
Dahlheimer, Wolfgang Stammbaum                 IdNr. 2582


deportiert
gestorben im Holocaust
 
Geburtsdatum: 22.11.1889 in: Miltenberg
Sterbedatum: 03.12.1942 in: Ghetto Litzmannstadt
Hebr. Name: Friedhof:
Beruf: Kaufmann  

Ehepartner   

    

1. 30.11.1925 Schotten, Dahlheimer Flora, geb. Kahn [1029][1064]

Biographische Angaben  


   
Die Familie Dahlheimer besaß in Miltenberg ein Geschäft für Fette, Öle und Seife, die sie vor Ort und ambulant verkaufte.
Wolfgang Dahlheimer war von 1926-1933 Kassier und von 1934 - 1939 Vorsitzender der Israelitischen Kultusgemeinde in Miltenberg. Debler Seite 86 und 61. [1029]

Verheiratet mit Flora Dahlheimer, geb. Kahn, Vater von Martin Dahlheimer, Bruder von Leo(Leopold) Dahlheimer. Dem Schwiegervater Lion Kahn aus Schotten gelang die Flucht in das US-amerikanische Exil. Die Familie Dahlheimer wohnte bis 17. Juli 1939 in Miltenberg; verfolgungsbedingter Umzug nach Frankfurt, Güntersburgallee 29/II. Vergeblich hatte der Schwager die Flucht über Kuba in die USA vorbereitet, sogar die Schiffsplätze waren reserviert; wegen der hohen Wartenummern konnte sich die Familie vor der drohenden Deportation nicht mehr retten.
Wolfgang Dahlheimer wurde zusammen mit seinen Angehörigen am 19. Oktober 1941 bei der ersten Deportation aus Frankfurt, Sammelplatz war die ehemalige Großmarkthalle Frankfurt an der Hanauer Landstraße, in das Ghetto Litzmannstadt (Lodz) verschleppt, wo er 14 Monate später ums Leben kam. Seine Frau Flora Dahlheimer und sein Sohn Martin wurden im Vernichtungslager Kulmhof (Chelmno) ermordet. [1003] Sein Bruder Leopold Dahlheimer wurde 1942 in Litzmannstadt (Lodz) ermordet. [1003] Die Ehefrau von Leo, Rosa Dahlheimer, geb. Solinger wurde am 20. September 1940 in der Tötungsanstalt Hartheim ermordet.
Die Schwester von Wolfgang Dahlheimer, Johanna Falkenstein, geb. Dahlheimer wurde ab München deportiert und am 13. März 1943 in Auschwitz ermordet.
Eine weitere Schwester von Wolfgang Dahlheimer, Frieda Stargardterwurde bei der zweiten großen Deportation von Frankfurt aus in das Ghetto Minsk verschleppt und dort mit ihrem Ehemann, Adolf Stargardter ermordet. 1003]
Und noch eine Schwester von Wolfgang Dahlheimer, Berta Heymann, geb. Dahlheimer und ihr Ehemann,Lyon Heymann wurden ebenfalls im Ghetto Litzmannstadt (Lodz) ermordet. [1003][1.Dok.]

Individuelle Informationen


1.Dok.: Jüdisches Museum Frankfurt - Kurzbiografie Wolfgang Dahlheimer

Quellenangaben 




[1003] Bundesarchiv - Gedenkbuch
[1029] Debler Ulrich: Die jüdische Gemeinde von Miltenberg
[1046] SSAA SBZ 1 Meldeunterlagen Aschaffenburg 0063 Lfdnr.1333 (Aufenthaltsanzeige)
[1064] Deportation der jüdischen Bevölkerung aus dem Deutschen Reich
Frankfurt/Main nach Litzmannstadt Abfahrtsdatum: 19.10.41

Ortsfolge   



GeburtsortMiltenberg 22.11.1889Hauptstr. 68[1029][1003] Karte
Militärdienst für das Deutsche Kaiserreich 191723.08.1918Standort: Mühldorf bei Pionier Heeres Park[1046]
Militärdienst für das Deutsche Kaiserreich 23.08.191820.11.1918Standort: Aschaffenburg, Würzburgerstr. 34, Lager für Pioniergerät[1046]
Miltenberg 20.11.1918   ✡[1046]
Frankfurt am Main 17.07.193920.10.1941Güntersburgallee 29/IIdeportiert[1029][1003]
Sterbeort
deportiert nach
Ghetto Litzmannstadt 20.10.194103.12.1942OpferGhetto Litzmannstadt in Lodz[1003][1029]