biographische Daten


 
 
   

Jugendbegegnungsprojekt Landkreis Würzburg


 

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Quellenbeschreibung
[1003][1016][1057]
[1078]
 
Oppenheimer, Moritz Stammbaum                 IdNr. 28035


deportiert
gestorben im Holocaust
 
Geburtsdatum: 01.12.1881 in: Aub
Sterbedatum: 26.03.1942 in: Wald von Bikernieki
Hebr. Name: Friedhof:
STOLPERSTEINE IN AUB
Beruf: Metzger; Viehhändler  

Ehepartner   

    

1. 1920 Oppenheimer Berta, geb. Rindsberg [1016]

Biographische Angaben  


   
Moritz Oppenheimer wurde 1881 geboren und wuchs in der Viehhändler- und Landwirtsfamilie Meier und Emma Oppenheimer, geb. Ledermann, in der unterfränkischen Kleinstadt Aub, Landkreis Würzburg, auf.

Nach der Volksschule machte er von 1894 bis 1896 eine Lehre als Metzger in Kitzingen und arbeitete dann als Geselle bei verschiedenen Metzgern. Von 1902 bis 1904 leistete er seinen Militärdienst in Metz/Lothringen ab, wo er im Rang eines Unteroffiziers diente. Er ließ sich dann als Landwirt und Viehhändler in Aub nieder. Im Ersten Weltkrieg nahm er als Frontkämpfer teil. 1920 heiratete er die aus Neumarkt stammende Berta Rindsberg, mit der er 1924 die Tochter Inge bekam.

Moritz Oppenheimer wurde im Novemberpogrom 1938 festgenommen und für zwei Wochen in Würzburg inhaftiert. Nach der Haftentlassung wurden Moritz Oppenheimer und seine Familie Ende 1938 aus der Heimatstadt Aub vertrieben und kamen nach Würzburg, wo sie zunächst in der Wolfhartsgasse 11 wohnten. Ab August 1939 leistete er Zwangsarbeit in Würzburg. Zuletzt war er mit seiner Familie in einem sogenannten "Judenhaus" in der Neubaustraße 34 untergebracht. [1016][1078][1057]

Am 27. November 1941 wurde er gemeinsam mit seiner Frau Berta und der Tochter Inge nach Riga-Jungfernhof deportiert. Die Eheleute wurden am 26. März 1942 in einer Massenexekution im Wald von Bikernieki nahe Riga erschossen. Zuvor hatte man den Ermordeten im Rahmen der Aktion Dünamünde vorgetäuscht, sie kämen zu leichteren Arbeitseinsätzen in eine nahegelegene Fabrik. Nur Oppenheimers Tochter Inge überlebte den Holocaust und konnte später vom Schicksal ihrer Eltern berichten. [1002][1003][1016]

Anmerkung:
Strätz gibt als Ehefrau Else (Elise) Lehmann, geb. 06.05.1888 in Öhringen an, vgl. [1016]. Dies erscheint allerdings als unwahrscheinlich.

Im Gedenken an die Deportationsopfer


Verfasser: Praktikant, Johanna-Stahl-Zentrum, Würzburg (20.12.2017); Naomi Teveth, Tel Aviv;
letzte Quellenauswertung: 04.03.2018

Individuelle Informationen


Familie Moritz und Berta Oppenheimer

Quellenangaben 




[1003] Bundesarchiv - Gedenkbuch
[1016] Strätz, Reiner, Biographisches Handbuch Würzburger Juden 1900-1945. Seite 430
[1057] 1. Deportation der jüdischen Bevölkerung aus Bezirksstelle Bayern.

Nürnberg - Würzburg nach Riga Abfahrtsdatum: 29.11.41


[1078] Volkszählung 1939 - The 1939 German "Minority Census" Database

Ortsfolge   



GeburtsortAub 01.12.1881[1016][1003][1057][1078]
Kitzingen 18941896[1016]
Metz 19021904[1016]
Aub 1904Ende 1938Hauptstr. 23   ✡[1016] Karte
Würzburg 09.12.1938Wolfhartsgasse 11[1016][1078] Karte
Würzburg 27.11.1941Neubaustr. 34deportiert[1016][1057] Karte
deportiert nachRiga-Jungfernhof 27.11.1941[1016][1003]
SterbeortWald von Bikernieki 26.03.1942Opfer[1003]