biographische Daten


 
 
   

Widmung von Prof. Philipp Stöhr jun. 1951
Quelle: springer.com

 

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Quellenbeschreibung
[1002][1003][1016]
[1021][1027][1061]
[1078]
 
Pretzfelder, Max                  IdNr. 28342


deportiert
gestorben im Holocaust
 
Geburtsdatum: 10.02.1866 in: Burgkunstadt
Sterbedatum: 17.01.1943 in: Ghetto Theresienstadt
Hebr. Name: Friedhof:
Beruf: Arzt  

Ehepartner   

    

Biographische Angaben  


   
Arzt, Chirurg; Dr. med. Max Pretzfelder stammte aus der Familie des Hopfenhändlers Ferdinand Pretzfelder und seiner Frau Luise geb. Rothschild in der oberfränkischen Kleinstadt Burgkunstadt . Er studierte an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg; Promotion 1891. Danach war er Assistenzarzt an der Chirurgischen Universitätsklinik; 1897 Facharzt für Chirurgie. Er führte später eine Privatklinik für Chirurgie in Würzburg ; erster Arzt der katholischen Theresienklinik (1908). Ehrentitel: Ernennung zum Hofrat. Ende 1923 verzog der unverheiratete, zur evangelischen Konfession konvertierte Mann in die Gemeinde Spiegelau , Niederbayern, [1016] wo sein jüngerer Bruder Fritz Pretzfelder (Frederick Preston) eine Glasfabrik gründete, an der Max Pretzfelder vielleicht beteiligt war. NS-Regime: 1938/39 "Arisierung" der "Kristallglasfabik Spiegelau GmbH" (Spiegelau Glas). Vermutlich nach der Emigration seines Bruders 1939 kehrte Dr. Max Pretzfelder zurück in den Raum Würzburg; er lebte hier im Vorort Veitshöchheim . [1078] Am 23.September 1942 wurde der 76jährige Mann als Einziger aus dem Ort unter 562 Juden aus Unterfranken ins Ghetto Theresienstadt deportiert. [1003][1027]


Anmerkung: Namensvettern sind der Zeichner Max Pretzfelder(*1888) und der von Bamberg deportierte Max Pretzfelder(*1876).


Quelle:
-Max Pretzfelder, Ein Tumor der Parotitis (Dissertation Universität Würzburg 1891 - katalog.bibliothek.uni-wuerzburg.de)
Verfasser: Reiner Strätz, Würzburg (25.05.2017);
letzte Quellenauswertung: 06.03.2018

Individuelle Informationen


Der Glaspapst Fritz Pretzfelder
1908: Erster Arzt der Theresienklinkik
Papers of the Pretzfelder Family

Quellenangaben 




[1002] Yad Vashem The Central Database of Shoah Victimsnames
[1003] Bundesarchiv - Gedenkbuch
[1016] Strätz, Reiner, Biographisches Handbuch Würzburger Juden 1900-1945. Seite 445
[1021] Newspaper AUFBAU Indexing Project: 28342- Todesanzeige 11.05.1945
[1027] Ghetto Theresienstadt -Opferdatenbank Nr. 27901
[1061] 5. Deportation der jüdischen Bevölkerung aus Bezirksstelle Bayern.

Nürnberg - Würzburg nach Theresienstadt Abfahrtsdatum: 23.09. - 24.09.42


[1078] Volkszählung 1939 - The 1939 German "Minority Census" Database

Ortsfolge   



GeburtsortBurgkunstadt 10.02.1866[1016]
Würzburg um 1866Ende 1923[1016]
Spiegelau ?1923?1939[1016]
Veitshöchheim ?193923.09.1942Friedhofstr. 11deportiert   ✡[1078] Karte
Sterbeort
deportiert nach
Ghetto Theresienstadt 23.09.194217.01.1943Opfer[1027]