biographische Daten


        

Moritz Manfred aus Miltenberg
Manfred Moritz

 

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Quellenbeschreibung
[1003][1005][1029]
[1064]
 
Moritz, Manfred Stammbaum                 IdNr. 33649


deportiert
gestorben im Holocaust
 
Geburtsdatum: 06.01.1921 in: Miltenberg
Sterbedatum: 15.12.1941 in: Ghetto Riga
Hebr. Name: Friedhof:   
Stolpersteine in Miltenberg
Beruf: Gärtner  

Ehepartner 

    

Biographische Angaben  


   
Die Eltern von Manfred Moritz, waren Rosa Moritz und Oskar Moritz. Sie lebten mit ihm und seinen beiden Schwestern Ilse Berta und Trude in Miltenberg, wo sein Vater Oskar Moritz eine Lederwarenhandlung führte. Schon rechtzeitig konnten die beiden Töchter nach England entkommen. Für Manfred wurde die Auswanderung nach Völkerbundsmandat für Palästina ins Auge gefasst. Deswegen begann er die Ausbildung an der Israelitischen Gartenbauschule in Ahlem.

Manfred Moritz war 15 Jahre alt, als er im August 1936 die Ausbildung zum Gärtner in der Israelitischen Gartenbauschule Ahlem begann, die bis Juni 1941 andauerte. Seit 1933 war die Ausbildung dort hauptsächlich auf die Auswanderung nach Palästina ausgerichtet. Die abgelegene Schule war in der Zeit des Nationalsozialismus ein verhältnismäßig sicherer Rückzugsort für jüdische Jugendliche.

Drei Mal wurden für Manfred Moritz in New York Geldbeträge für eine Auswanderung bezahlt. Siehe unter Individuelle Informationen, Position 4: Einzahlungskarte - Büro jüdischer Auswanderung.

Leider erfüllte sich der Wunsch auf Auswanderung für Manfred Moritz nicht, denn am 04.06.1941 wurde er in das Sammelhaus für jüdische Bürger in der alten Hannoverschen Synagoge in der Bergstraße 8 einquartiert. Von dort aus wurde er am 15.12.1941 in das Ghetto Riga deportiert, das er nicht überlebte. [1003]
Deportationsliste Hannover-Riga, 15.12.1941:NLA-HStAH Hann 210 Acc. 160/98 Nr. 7. [1064]

Das Haus in der Bergstraße 8 - die alte Hannoversche Synagoge- gehörte ab Anfang September 1941 zu den Judenhäusern Hannovers.

Die Eltern von Manfred Moritz wurden ebenfalls deportiert und haben nicht überlebt.

Am 28.05.2016 wurde vor dem Elternhaus von Manfred Moritz für ihn und seine Eltern jeweils ein Stolperstein verlegt. Sein Neffe, Jon Meier war mit seiner Familie bei der Stolpersteinverlegung anwesend. Seine Erinnerung daran kann man nachlesen unter Individuelle Informationen, Pos.5.

Individuelle Informationen


1. Grabstein von Karoline Moritz ID-Nr. 33630, Neuer Friedhof Am Klausrain
2. Kinderfoto von Manfred (Fredi) Moritz
3. Datenblatt Gedenkstätte Ahlem zu Manfred Moritz
4. Einzahlungskarte - Büro jüdischer Auswanderung (Manfred Moritz)
5. Erinnerung an Stolpersteinverlegung 28.05.2016 von Jon Meier

Quellenangaben 




[1003] Bundesarchiv - Gedenkbuch
[1005] Yad Vashem Page of Testimony
[1029] Debler Ulrich: Die jüdische Gemeinde von Miltenberg. Seite 139
[1064] Deportation der jüdischen Bevölkerung aus dem Deutschen Reich
Hannover Riga

Ortsfolge   



GeburtsortMiltenberg 06.01.192110.08.1936Hauptstr. 162   ✡[1029] Karte
Miltenberg 19.07.194007.08.1940Hauptstr. 162Infoblatt Gedenkstätte Ahlem Karte
Ahlem 11.08.1936Juni 1941Gartenbauschule Ahlem[1029]
Hannover 04.06.1941bis 15.12.1941Bergstr. 8alte hannoversche Synagoge[1029] Karte
Sterbeort
deportiert nach
Ghetto Riga 15.12.1941Opfer[1003]