biographische Daten


        

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Quellenbeschreibung
[1003][1016][1027]
[1029][1038][1060]
[1078]
 
Mannheimer, Bertha geb. Schloß Stammbaum                 IdNr. 33686


deportiert
gestorben im Holocaust
 
Geburtsdatum: 02.11.1875 in: Gemünden
Sterbedatum: 06.05.1943 in: Ghetto Theresienstadt
Hebr. Name: Friedhof: Der Jüdische Friedhof am Klausrain (Monbrunner Straße) Miltenberg
Beruf:   Grabstein / Lageplan

Ehepartner 

    

1. 1899 Mannheimer Josef [1029]

Biographische Angaben  


   
Berta Mannheimer wuchs in der Kaufmannsfamilie Wolf Bär und Karolina Schloß in der unterfränkischen Kleinstadt Gemünden am Main , Landkreis Main-Spessart, auf.

1899 heiratete sie den Kaufmann Josef Mannheimer, mit dem sie dann ein Manufaktur- und Modewarengeschäft in der unterfränkischen Kreisstadt Miltenberg führte und die Kinder Leo und Theodora großzog.
Unter Dok.1 können das Firmenemblem und unter Dok. 2 die Visitenkarte der Firma Mannheimer angeschaut werden. Der Vater von Bertas Ehemann Josef Mannheimer, Leon Mannheimer, hatte das Firmenschild seinerzeit bei der Firmengründung am Haus angebracht.

Ab 1926 lebte Berta Mannheimer als Witwe in Miltenberg.

Nach 1939 musste sie ihr Haus in der Hauptstraße Nr. 147 räumen und in das "Judenasyl" ("Judenhaus") in Miltenberg ziehen. Das Haus Nr. 371 in der Hauptstrasse (Neue Hausnummer nach 1945: 193) wurde als Sammelhaus für Miltenberger Bürger jüdischen Glaubens benutzt, in dem während der NS-Zeit vor dem Abtransport Juden interniert wurden (schon Ende 1938). [1029]


Im November 1941 wurde sie bei der Gestapo denunziert, weil sie bei einem befreundeten Kaufmann eine geringe Menge Likör gekauft hatte. Im März 1942 wurde sie mit ihrer langjährigen Köchin, der sie ihr Haus geschenkt hatte, inhaftiert. Unter Dok. 3, Kapitel "Kräuter-Likör und NS-Terror", kann ihre Geschichte nachgelesen werden.
Quelle: Originalunterlagen im Staatsarchiv Würzburg


Ende März 1942 kam sie nach Würzburg in das Jüd. Altenheim in der Konradstraße 3. Von dort wurde sie am 10.September 1942 ins Baustelle deportiert. [1016]

Auf dem Grabstein von Bertas Ehemann, Josef Mannheimer, auf dem jüdischen Friedhof am Klausrain, ist eine Gedenkinschrift an seine in Theresienstadt ermordete Ehefrau Berta angebracht. [1038]

Im Gedenken an die Deportationsopfer


Individuelle Informationen


Dok. 1, Firmenemblem des Modewarengeschäftes Mannheimer
Dok. 2, Visitenkarte des Modewarengeschäftes Mannheimer
Dok. 3, Kräuter-Likör und NS-Terror

Quellenangaben 




[1003] Bundesarchiv - Gedenkbuch
[1016] Strätz, Reiner, Biographisches Handbuch Würzburger Juden 1900-1945. Seite 691
[1027] Ghetto Theresienstadt -Opferdatenbank Nr. 23540
[1029] Debler Ulrich: Die jüdische Gemeinde von Miltenberg. Seite 134
[1038] Der Jüdische Friedhof am Klausrain (Monbrunner Straße) Miltenberg. Grabnr. 022
[1060] 4. Deportation der jüdischen Bevölkerung aus Bezirksstelle Bayern.

Nürnberg - Würzburg nach Theresienstadt Abfahrtsdatum: 10.09. - 11.09.42


[1078] Mapping the Lives, Volkszählungsdaten vom 17. Mai 1939, Bundesarchiv R 1509. (VZ261791)

Ortsfolge   



GeburtsortGemünden am Main 02.11.1875[1029]
Miltenberg 189914.06.1941Hauptstr. 147   ✡[1029][1078] Karte
Nürnberg 14.06.194126.03.1942[1029]
Würzburg 26.03.194210.09.1942Konradstr. 3deportiert[1016] Karte
deportiert nachGhetto Theresienstadt 10.09.194206.05.1943[1003][1016]
SterbeortGhetto Theresienstadt 06.05.1943Opfer[1003]