biographische Daten


 
 
   

Alexander Schuster im Febr. 1939
© Gemeindearchiv Nordheim v. d. Rhön

 

 Neue Suche 



 

 

Quellenbeschreibung
[1003][1056][1078]

 
Schuster, Alexander Stammbaum                 IdNr. 40740


deportiert
gestorben im Holocaust
 
Geburtsdatum: 26.10.1886 in: Nordheim vor der Rhön
Sterbedatum: 1942 in: Raum Lublin
Hebr. Name: Friedhof:
Beruf: Kaufmann  

Ehepartner   

    

Biographische Angaben  


   
Alexander Schuster war der Sohn des Viehhändlers Seckel Schuster und seiner Frau Johanna Baum. Er und seine Geschwister wurden alle in Nordheim, Haus Nr. 111, geboren: Mayer, genannt Max (geb. 1876), wurde mit seiner Frau deportiert. Siegmund (geb. 1878) gelang am 1. Mai 1939 die Emigration nach London und Josef (geb. 1889) ein paar Tage später. Hier ist nur Großbritannien als Auswanderungsziel bekannt. Über Samuel (geb. 1881) konnte nichts in Erfahrung gebracht werden. Der Bruder Karl Schuster (geb. 1883) starb aufgrund der Ereignisse des 10. November 1938.

Alexanders Rufname war Alex. Vom Jahr 1893 an besuchte er sieben Jahre die Volksschule in Nordheim. Anschließend absolvierte er eine Kaufmannslehre, die er im Jahre 1903 abschloss. Von 1906 bis 1908 diente er beim 5. bay. Inf. Regiment und am I. Weltkrieg nahm er von 1914 – 1918 teil. Danach betrieb er gemeinsam mit seinem Bruder Karl Schuster einen Viehhandel.

Im Jahre 1921 heiratete Alexander seine Frau Ida, geb. Samuel (geb. 1894) aus Königshofen i. Grabf. und am 18. Juni 1925 wurde der gemeinsame Sohn Gerhard geboren. Im Novemberpogrom 1938 wurde seine Wohnung demoliert und die Einrichtung stark beschädigt, ebenfalls bei seinem Bruder. Dabei erlitt dieser einen Herzinfarkt und starb. Alexander Schuster wurde am 10. November 1938 in Schutzhaft genommen und am 24. November 1938 wieder entlassen. Seine Frau Ida starb am 6. Februar 1940 in Nordheim.

Gemeinsam mit seinem Sohn Gerhard, der verwitweten Schwägerin Emma Schuster und Siegfried Schild kam er am 24. April 1942 nach Würzburg in den Platz’schen Garten. Dort wurden ihm bei der Durchsuchung 3 Esslöffel abgenommen. Am nächsten Tag wurden sie nach Krasnystaw deportiert, mussten rund fünfzehn Kilometer nach Krasniczyn laufen und wurden in einem der Vernichtungslager im Raum Lublin ermordet. Für diesen Transport war Alexander Schuster als Ordner eingeteilt. Er war für die 21 zu deportierenden Personen aus Nordheim, Brückenau, Geroda-Platz und Hessdorf zuständig.

Im Gedenken an die Deportationsopfer


Verfasser: Elisabeth Böhrer, Schweinfurt (11.01.2018);
letzte Quellenauswertung: 26.03.2018

Quellenangaben 




[1003] Bundesarchiv - Gedenkbuch
[1056] 3. Deportation der jüdischen Bevölkerung aus Bezirksstelle Bayern.

Nürnberg - Würzburg nach Krasniczyn Abfahrtsdatum: 25.04.42


[1078] Volkszählung 1939 - The 1939 German "Minority Census" Database

Ortsfolge   



GeburtsortNordheim vor der Rhön 26.10.1886Haus Nr. 111[1003][1056]
Nordheim vor der Rhön 1938Haus Nr. 111   ✡[1003][1078]
unbekannter Haftort 1938[1003]
Nordheim vor der Rhön 193904.1942Haus Nr. 111deportiert[1003][1078]
deportiert nachWürzburg 25.04.1942[1003][1056]
deportiert nachKrasniczyn 25.04.1942[1003][1056]
SterbeortRaum Lublin 1942Opfer[1003]