biographische Daten


        



 

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Quellenbeschreibung
[1003][1029][1064]

 
Oppenheimer, Wilhelm Stammbaum                 IdNr. 4966


deportiert
gestorben im Holocaust
 
Geburtsdatum: 02.02.1882 in: Röllbach
Sterbedatum: 25.11.1941 in: Ghetto Kowno
Hebr. Name: Friedhof:   
Stolpersteine in Miltenberg
Beruf: Viehhändler  

Ehepartner 

    

1. 02.06.1914 Oppenheimer Selma, geb. Wolf [1029][1064]

Biographische Angaben  


   
Wilhelm Oppenheimer war Viehhändler in Miltenberg. Er war verheiratet mit Selma Oppenheimer, geb. Wolf.
Der gebürtige Röllbacher wurde im 1. Weltkrieg schwer verwundet und dafür mit dem Eisernes Kreuz ausgezeichnet worden. Quelle: HStAW, Gestapo Nr. 9004.

Am 22.11.1938 wird Wilhelm Oppenheimer im Zuge der "Vergeltungs-Maßnahmen" (für seine Teilnahme am 1. Weltkrieg?) in Schutzhaft genommen, am 03.12.1938 wieder entlassen, da sein körperlicher Zustand infolge der Kriegsverletzungen miserabel ist. Er hat Herzleiden, Flechten, geschwollene Beine. Am 10.07.1939 meldet er sich in Miltenberg nach Frankfurt am Main ab, wo wahrscheinlich seine Tochter Martha lebte, die Miltenberg bereits verlassen musste, weil sie ein uneheliches Kind Henny Oppenheimer erwartete und deshalb in der bürgerlichen Kleinstadt kein Ansehen mehr genoss.
Quelle: zitiert nach Gehrlich: Die religiösen Gruppierungen im Landkreis Miltenberg von 1933 - 1945: Juden, Katholische Vereine, Katholische Priester, Seite 51.

Die Ehefrau Selma verstarb am 24.05.1936 und wurde am Jüdischen Friedhof Am Klausrain bestattet. [1038]

Wilhelm und Selma Oppenhenheimer hatten 3 Kinder:
Sohn Ernst, über dessen Verbleib nichts bekannt ist.
Tochter Martha ging von Frankfurt am Main nach Berlin und wurde von dort aus in das KZ Auschwitz deportiert, wo sie am 02.03.1943 den Tod fand. Die Tochter von Martha und Enkelin von Wilhelm, Henny Oppenheimer, wurde, wie ihre Mutter, in das KZ Auschwitz deportiert. [1003]
Sohn Heinz Siegbert, ist mit knapp 1 Jahr verstorben und ebenfalls wie seine Mutter am Jüdischen Friedhof Am Klausrain bestattet ist. [1038]

Wilhelm Oppenheimer lebte zuletzt in Frankfurt am Main, bevor er am 22.11.1941 in das Ghetto Kauen, Fort IX, in Litauen deportiert wurde und dort am 25.11.1941 starb. [1003] [1064]
Unter 1. Individuelle Informationen kann Einblick zu dem Vernichtungsort Fort IX bei Kaunas genommen werden. Quelle: Kingreen, Monica (Hg.), Nach der Kristallnacht - Jüdisches Leben und antijüdische Politik in Frankfurt am Main 1938 bis 1945, Seiten 367 und 368.
Bei Debler wird Ghetto Riga erwähnt. [1029] Im Gedenkbuch und in der Deportationliste sind Ghetto Kaunas, Kowno oder Kauen genannt. Alle drei Namen meinen denselben Ort.

Individuelle Informationen


Deportation nach Fort IX Kowno (Kauen, Kaunas)

Quellenangaben 




[1003] Bundesarchiv - Gedenkbuch
[1029] Debler Ulrich: Die jüdische Gemeinde von Miltenberg. Seite 143
[1064] Deportation der jüdischen Bevölkerung aus dem Deutschen Reich
Frankfurt Kowno

Ortsfolge   



GeburtsortRöllbach 02.02.1882 [1029]
Miltenberg 10.06.191410.07.1939Mainstr. 59   ✡[1029] Karte
Frankfurt am Main 10.07.193922.11.1941Baumweg 6[1029] Karte
Frankfurt am Main 22.11.1941Pfingstweidstr. 12[1003][1064] Karte
deportiert nachGhetto Kowno 22. 11.1941auch Ghetto Kauen genannt[1029][1003]
Sterbeort
deportiert nach
Ghetto Kowno 25. 11.1941OpferFort IX[1003]