Im Gedenken an die Deportationsopfer

 

Adler, Bernhard

IdNr  20066


Bernhard Adler wurde am 7. November 1869 als Sohn von Mayer und Hanna Adler, geb. Naumann, in Gnodstadt geboren. Dort arbeitete sein Vater als Lehrer. Nach seinem Schulabschluss absolvierte Bernhard Adler bis 1888 eine Lehrerausbildung an der ILBA in Würzburg. Die Israelitische Kultusgemeinde Schweinfurt stellte ihn 1895 als Lehrer ein, er bezog eine Dienstwohnung und heiratete zwei Jahre später Elise Ledermann. Das Paar bekam 1898 und 1904 die Söhne Max und Willy.

Spätestens 1921 erkrankte Bernhard Adler und hielt sich längere Zeit in der Heil- und Pflegeanstalt Lohr auf - erst 1930 kehrte er endgültig zurück. Aus der Dienstwohnung musste seine Familie 1922 ausziehen. Seit Ende 1939 mussten Bernhard und seine Frau in einem Sammelquartier leben. Im September 1942 wurden sie nach Würzburg gebracht und am 10. September 1942 nach Theresienstadt deportiert. Bernhard Adler starb dort am 27. Februar 1943 aufgrund der unmenschlichen Lebensbedingungen, seine Frau folgte drei Monate später. Die beiden Söhne konnten emigrieren.

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