Datenbank zur historischen Städtelandschaft in Franken

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Umfang

Die vorliegende Datenbank hat zum Ziel, die wichtigsten Informationen über die Klein- und Mittelstädte in Franken zu sammeln und bereit zu stellen. Sie ist das Ergebnis eines vierjährigen Projektes des Lehrstuhls für Fränkische Landesgeschichte an der Universität Würzburg unter der Leitung von Professor Dr. Helmut Flachenecker.
Momentan umfasst die Datenbank ca. 200 Städte, wobei bei den Eingaben eine besondere Konzentration auf den Stand um 1500 und auf die Klein- und Mittelstädte gelegt wurde. Informationen zu den ‚Großstädten’ Nürnberg sowie den drei Bischofsstädten sind wegen ihrer Menge eher kursorisch behandelt worden. Die Städtevielfalt spiegelt die Herrschaftsvielfalt in Franken wider.

Umschreibung von Franken

„Franken“ war vor 1806 keine territoriale Einheit, sondern eine Geschichtslandschaft mit offenen Grenzen, die sich aus unterschiedlichen weltlichen und geistlichen Herrschaften zusammensetzte. Daher ist keine eindeutige geographische Abgrenzung möglich. So sieht sich beispielsweise der südliche Teil des Hochstifts Fulda dem heutigen Franken zugehörig, während sich der nördliche Teil hingegen Hessen zuwendet. Ferner sind die ehemals mainzischen Städte am Untermain berücksichtigt worden, die heute in Unterfranken liegen. Ähnliche Abgrenzungsprobleme ergeben sich in den Herrschaftsbereichen der Grafen von Henneberg im Nordosten bzw. der Herren von Hohenlohe im Südwesten.

Inhalt

Ausgehend vom „Bayerischen, Badischen und Hessischen Städtebuch“ wurde eine erste allgemeine Grundlage geschaffen, die von der Durchsicht des „Historischen Atlas von Bayern. Teil Franken“ flankiert wurde. Die Durchsicht der einschlägigen Stadtforschung wurde nicht vollständig durchgeführt. Vielmehr wurde der Schwerpunkt auf die Auswertung mehrerer Urkundenbücher gelegt:

Die Ergänzung der Datenbank mit Primärquellen wird kontinuierlich fortgesetzt (Staatsarchive Wertheim [Bronnbach] und Würzburg). Daneben sollen weitere edierte Quellen zur Städtegeschichte zukünftig eingegeben werden. Diese erste Version der Datenbank muss zwangsläufig Lücken aufweisen!

Aufruf zur Mitarbeit

Daneben will dieses Portal auch den Austausch von regionalen Historikern und historisch interessierten Personen vor Ort fördern. Der Benutzer wird herzlich dazu eingeladen, fundierte Informationen – selbstverständlich mit entsprechender Literatur- oder Primärquellenangabe (Urkundenbücher, Regesten, Annalen etc.) – als Vorschläge an den Lehrstuhl zu schicken. Die Mitarbeiter nehmen relevante Anregungen im Rahmen der regelmäßig durchgeführten Aktualisierung und Überarbeitung der Datenbank gerne und dankbar auf. Um eine gewisse Vollständigkeit der Datenbank zu erreichen, ist die tatkräftige Unterstützung aller Benutzer nötig.

Finanzierung durch den Bezirk Unterfranken

Finanziert wurde das Vorhaben durch den Bezirk Unterfranken, wofür dem Bezirkstagspräsidenten Erwin Dotzel und dem Direktor der Kulturstiftung, Prof. Dr. Klaus Reder, herzlich gedankt sei. Auch Herrn Dr. Norbert Winnige (Leiter der Wissenschaftlichen Fachinformatik am Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften), der maßgeblich für die technische Umsetzung der Datenbank verantwortlich war, sei an dieser Stelle gedankt.

Wir wünschen allen geschichtsinteressierten Nutzern eine erfolgreiche Beschäftigung mit der Datenbank!


Lehrstuhl für Fränkische Landesgeschichte, Würzburg im Januar 2010

Helmut Flachenecker Hannah Keß Monika Riemer
Christoph Galewski Simone Müller Sylvia Staszak
Florian Huggenberger Markus Naser Katharina Wimmer
Lorenz Kemethmüller Bianca Rauchenberger Johanna Welzel