biographische Daten


 
 
   



 

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Quellenbeschreibung
[1016][1023][1078]

 
Anfänger, Salomon Stammbaum                 IdNr. 20289

 
Geburtsdatum: 04.03.1862 in: Waltershausen
Sterbedatum: 31.05.1940 in: Würzburg
Hebr. Name: Friedhof:
Beruf: Lehrer  

Ehepartner   

    

1. Anfänger Regine, geb. Bierschild [1016]

Biographische Angaben  


   
Salomon Anfänger stammte aus der Familie des Seifensieder-Meisters Cusel Anfänger und dessen Frau Therese (Bloch) in Waltershausen (Saal an der Saale), Kreis Rhön-Grabfeld. Der Familienname "Anfänger" wurde so erklärt (1811): "Männlein Schlomm Anfänger, weil seine Voreltern den Anfang der hiesigen Judenschaft [haben] machen helfen." [1023]

Salomon, ein Verwandter des Würzburger Seminarlehrers Leopold Anfänger, studierte anscheinend bis zu seinem Examen 1880 an der Isr. Lehrerbildungsanstalt in Würzburg; als sein Heimatort wird hier Höchheim, Kreis Rhön-Grabfeld, angegeben. Nach 1900 unterrichtete er lange Zeit an der Jüd. Volksschule in Heßdorf (Karsbach), Kreis Main-Spessart, und hatte später den Dienstgrad eines Oberlehrers. [1016] Die Schule der einst bedeutenden jüd. Landgemeinde Heßdorf wurde nach seinem Ruhestand 1927 wegen der nur noch geringen Schülerzahl aufgelöst. [1023] Salomon war mit der Lehrerstochter Regine (Bierschild) in Heßdorf verheiratet und Vater von Oskar und Arthur Max Anfänger.

Ehrenamt: Salomon Anfänger gehörte zu Führungsgremium der Kultusgemeinde Heßdorf (um 1932) und leitete die Ortsgruppe des Central-Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens.

NS-Zeit: Der verwitwete Salomon Anfänger lebte ab Anfang 1939 im Isr. Pfründnerhaus Würzburg. Er verstarb hier 1940 mit 78 Jahren und wurde wie seine Frau Regine in dem für Heßdorf zuständigen Jüd. Bezirksfriedhof Laudenbach (Karlstadt) beigesetzt. [1023] Sein Sohn Oskar wurde 1942 von Frankfurt am Main deportiert und ermordet.



Quellen:
-Mitteilung Elisabeth Böhrer (Staatsarchiv Würzburg, Jüd. Standesregister 148).
-Max Ottensoser, Axel Roberg (Hg.), ILBA Israelitische Lehrerbildungsanstalt Würzburg, 1982, 223.
Verfasser: Naomi Teveth, Tel Aviv (05.12.2017); Reiner Strätz, Würzburg;
letzte Quellenauswertung: 31.03.2019

Individuelle Informationen


Grabstein in Laudenbach

Quellenangaben 




[1016] Strätz, Reiner, Biographisches Handbuch Würzburger Juden 1900-1945. Seite 058
[1023] alemannia-judaica
[1078] Mapping the Lives, Volkszählungsdaten vom 17. Mai 1939, Bundesarchiv R 1509. (VZ258845)

Ortsfolge   



GeburtsortWaltershausen 04.03.1862[1023]
Würzburg 18771880
Heßdorf nach 1900Jan. 1939   ✡[1016][1023]
SterbeortWürzburg Jan. 193931.05.1940Konradstr. 3[1016][1023][1078] Karte