biographische Daten


 
 
   

Isr. Lehrerbildungsanstalt Würzburg
Quelle: alemannia-judaica.de 

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Quellenbeschreibung
[1016][1065]
 
Schlenker, Isaak (Jizchak) Stammbaum                 IdNr. 29654

 
Geburtsdatum: 08.02.1839 in: Fuchsstadt
Sterbedatum: 28.07.1902 in: Würzburg
Hebr. Name: Friedhof: Heidingsfeld
Beruf: Lehrer, Rabbiner   Grabstein

Ehepartner   

    

1. Schlenker Bina (Sabine), geb. Wertheim [1016]

Biographische Angaben  


   
Lehrer; Seminarlehrer, Rabbiner. Isaak Schlenker stammte aus der Kaufmannsfamilie Salomon und Sara Schlenker in der unterfränkischen Gemeinde Fuchsstadt , Landkreis Würzburg. Unter den beachtlich vielen 32 jüd. Matrikelstellen im Jahr 1817 finden sich dort die Familienvorstände "Jacob Salomon Schlenker" und "Süser Salomon Schlenker". [1023] (Bayerisches Judenedikt von 1813.) Wie andere Familien des Ortes wanderte seine ab, zunächst nach Zell am Main, dann nach Heidingsfeld (Würzburg) . Isaak Schlenker hatte dort das Heimatrecht. Um 1852 begann er eine Ausbildung in "jüdischer Literatur" (ein Religionsstudium) in Würzburg; Rabbinatskandidat. Im Anschluss unterrichtete er in Moers, Nordrhein-Westfalen, dann ab 1862 an der Jüd. Volksschule Würzburg. 1864, nach der Gründung der Isr. Lehrerbildungsanstalt Würzburg wurde er mit Ludwig Stern zum hauptamtlichen Lehrer dort berufen. Ehrenamt: Mitbegründer des Bayerischen Isr. Lehrervereins; Vorsitzender des orthodoxen (orthodoxes Judentum) Lernvereins Ohawe Emeth. Der ab den frühen 1860er Jahren verheiratete Mann erwarb 1873 das Haus Kettengasse 14. Er betrieb im Nebenerwerb (wohl mit seiner Frau Bina) einen Kleinhandel mit (koscher)em Wein und Käse (ab 1873, später auch den Verkauf hebräischer Bücher). 1877 erhielt er das Bürgerrecht und Heimatrecht der Stadt Würzburg. [1016] Rabbiner Isaak (Jizchak, Jizchok) Schlenker wurde 1902 unter großer Anteilnahme im Jüd. Friedhof von Heidingsfeld beerdigt; [1023] dort finden sich auch die Gräber seines Vaters und seiner 1860 gestorbenen Mutter Sara. [1065]
Verfasser: Reiner Strätz, Würzburg (01.06.2017);
letzte Quellenauswertung: 01.06.2017

Individuelle Informationen


Zum Tod von Rabbi Jizchak Schlenker (1902)
Zum Tod von Rabbi Jizchak Schlenker
1870: Isr. Lehrer-Bildungs-Anstalt Würzburg

Quellenangaben 




[1016] Strätz, Reiner, Biographisches Handbuch Würzburger Juden 1900-1945. Seite 512
[1065] Der Judenfriedhof in Heidingsfeld

Ortsfolge   



GeburtsortFuchsstadt 08.02.1839[1016]
Zell am Main [1023]
Heidingsfeld (Würzburg) um 1852[1016]
Würzburg 1852um 1860[1016]
Moers 1862[1016]
SterbeortWürzburg 186228.07.1902Kettengasse 14[1016] Karte