biographische Daten


 
 
   



 

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Quellenbeschreibung
[1001][1003][1042]
[1046][1052][1055]
[1056][1078][1166]

 
Goldschmitt, Emil Stammbaum                 IdNr. 3186


deportiert
gestorben im Holocaust
 
Geburtsdatum: 21.06.1881 in: Monsheim
Sterbedatum: 1942 in: Raum Lublin
Hebr. Name: Friedhof:
Aschaffenburger Stolpersteine
Beruf: Kaufmann, Kaufmann, Schuhwarenhändler  

Ehepartner   

    

1. 14.03.1907 Düdelsheim, Goldschmitt Rebekka, geb. Grünebaum [1052][1001]

Biographische Angaben  


   
Emil Goldschmitt wurde am 21. Juni 1881 in Monsheim im Landkreis Alzey-Worms in Rheinland-Pfalz geboren, als Kind von Heinrich Goldschmitt, der am 4. September 1854 in Wachenheim an der Pfrimm auf die Welt kam und als Kaufmann in Monsheim tätig war, und seiner Ehefrau Rosa Goldschmitt. Emil Goldschmitt lebte bis zu seinem 20. Lebensjahr in seinem Geburtsort bevor er ab dem 1. Juni 1900 in Aschaffenburg wohnte. Vermutlich hat er, bevor er nach Aschaffenburg gezogen ist, noch eine Zeit lang in Frankenthal gewohnt, aber leider ist nicht bekannt wie lange dieser Aufenthalt war. Denn sowohl in Monsheim als auch in Frankenthal wurden die Einwohnermeldekarten der jüdischen Mitbürger nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten aus der allgemeinen Einwohnermeldekartei aussortiert und in einer eigenen neu erstellten Judenkartei angelegt, jedoch kann der Name Emil Goldschmitt darin nicht nachgewiesen werden.

Am 14. März 1907 heirateten Emil Goldschmitt und Rebekka Rosa Goldschmitt, geborene Grünebaum, in Düdelsheim , dem Geburtsort von Rebekka. Neun Monate später, am 18. Dezember 1907, kam ihre gemeinsame Tochter Irma Goldschmitt auf die Welt. Bis zum 16. September 1910 ist nicht bekannt, wo die Familie in Aschaffenburg gelebt hat und danach sind die Drei mehrmals innerhalb von Aschaffenburg umgezogen. Ab dem 10. Juni 1916 wohnte der Bruder von Rebekka Goldschmitt, Isidor Grünebaum, bis zu seiner Einberufung zum Militärdienst für das Deutsche Kaiserreich nach Ausbruchs des ersten Weltkrieges bei ihnen, starb jedoch am 1. Juli 1916 in der Schlacht an der Somme. Bis zum 1. Februar 1929 hat die Familie Goldschmitt in der Herstallstraße 35 und bis zum 15. November 1935 in der Friedrichstrasse 7a gewohnt. Bevor sie gezwungen wurden bei der Familie Wolfsthal in dem Eckhaus Herstallstrasse 39 – Entengasse 1 zu leben, da die Juden in Aschaffenburg in Sammelhäuser ziehen mussten, war die Familie in der Riesengasse 2 bis zum 28. August 1939 sesshaft.

Sein Vater Heinrich Goldschmitt verstarb am 25. September 1930 im Alter 85 Jahren. Der gemeinsamen Tochter Irma Goldschmitt gelang es im Alter von 27 Jahren am 6. Oktober 1934 nach England auszuwandern, aber danach ist leider nichts mehr bekannt über ihr Leben dort. Am 23. April 1942 wurden Emil Goldschmitt und Rebekka Rosa Goldschmitt durch das Generalgouvernement nach Würzburg "evakuiert" und dann weiter nach Krasniczyn in Polen transportiert. Zu diesem Zeitpunkt war Emil 61 Jahre und Rebekka 55 Jahre alt. Der Todeszeitpunkt von den beiden ist leider nicht bekannt, da es keine auffindbaren Informationen darüber gibt, aber sie wurden wahrscheinlich am Ende des Jahres 1942 in einem der Vernichtungslager im Raum Lublin in Polen ermordet.


Die Notiz in Bemerkung lautet: Aufn.Urk.v.22.Nov.1911 No.35005, Bürgerr.Beschl.v.17.XI.1911.[1001]

Er war Eigentümer des Hauses in Aschaffenburg , Riesengasse 2 (alte Hausnr. Lit. D 28) von 1908 bis 1938. Er erwarb das Haus um 73000 M. [1042]

Im Gedenken an die Deportationsopfer


Verfasser: Praktikant, Johanna-Stahl-Zentrum, Würzburg (17.05.2017); Dalberg-Gymnasium Aschaffenburg, P-Seminar 20, Aschaffenburg;
letzte Quellenauswertung: 28.10.2020

Quellenangaben 




[1001] SSAA - Heimatregister Bd. Israel. Seite 260
[1003] Bundesarchiv - Gedenkbuch
[1042]Alois Grimm Aschaffenburger Häuserbücher Band 3 Riesengasse 2 (Eigentümer) 1908 - 1938
[1046] SSAA SBZ I Meldeunterlagen Aschaffenburg 0124 Lfdnr. 499 (Aufenthaltsanzeige)
[1052] SSAA 2 SBZ 1 Einwohnermeldekartei
[1055] SSAA - SBZ I Karteikarten der jüdischen Gemeinde, (Goldschmitt)
[1056] 3. Deportation der jüdischen Bevölkerung aus Bezirksstelle Bayern.

Nürnberg - Würzburg nach Krasniczyn Abfahrtsdatum: 25.04.42


[1078] Mapping the Lives, Volkszählungsdaten vom 17. Mai 1939, Bundesarchiv R 1509. (VZ257831)
[1166] Gewerbe: (Schuhwarengeschäft), Riesengasse 2 gegründet 13.03.1905

Ortsfolge   



GeburtsortMonsheim 21.06.1881[1052][1055][1001]
Frankenthal 01.07.1900[1052]
Aschaffenburg 01.07.190016.09.1910[1052][1001]
Aschaffenburg 16.09.191001.12.1929Herstallstr. 35[1046][1052] Karte
Aschaffenburg 01.12.192915.11.1935Friedrichstr. 79   ✡[1052] Karte
Aschaffenburg 15.11.193520.12.1938Riesengasse 2[1052][1078] Karte
Aschaffenburg 20.12.1938Herstallstr. 39bei Wolfsthal[1052] Karte
Aschaffenburg 23.04.1942Entengasse 1deportiert[1056][1055] Karte
Würzburg 23.04.194225.04.1942[1052][1055]
deportiert nachKrasniczyn 25.04.1942[1052]
SterbeortRaum Lublin 1942Opfer[1003]