biographische Daten


 
 
   



 

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Quellenbeschreibung
[1001][1003][1052]
[1055][1056][1078]

 
Goldschmitt, Rebekka geb. Grünebaum Stammbaum                 IdNr. 3187


deportiert
gestorben im Holocaust
 
Geburtsdatum: 08.09.1886 in: Düdelsheim
Sterbedatum: 1942 in: Raum Lublin
Hebr. Name: Friedhof:
Aschaffenburger Stolpersteine
Beruf:  

Ehepartner   

    

1. 14.03.1907 Düdelsheim, Goldschmitt Emil [1052][1001]

Biographische Angaben  


   
Rebekka Rosa Goldschmitt (geboren Grünebaum) kam am 8. August 1886 in Düdelsheim , Hessen, als Erstgeborene von Auguste Grünebaum (geboren Morgenstern) und Zadock Grünebaum zur Welt.

Auguste Grünebaum wurde am 7. Dezember 1850 in Düdelsheim geboren und vermählte sich am 6. Oktober 1884 mit Zadock Grünebaum, dem Sohn eines Handelsmanns, der am 22. Dezember 1850 in Bindsachsen zur Welt kam. Im Jahre 1886 bekamen sie ihr erstes Kind, Rebekka Rosa Goldschmitt und 6 Jahre später, am 29. Juni 1892 ihr zweites Kind, Rebekkas jüngeren Bruder Isidor Grünebaum, der Anfang Juli 1916 mit nur 24 Jahren im ersten Weltkrieg zu Tode kam. Rebekkas Vater Zadock starb am 6. Juni 1904 in Düdelsheim , wo er ebenso wie seine Frau Auguste, die 10 Jahre später am 14. Februar 1914 starb, begraben liegt.

Am 14. März 1907 heiratete Rebekka den am 21. Juni 1881 in Monsheim , Rheinland-Pfalz, geborenen Emil Goldschmitt, welcher als Kaufmann und Schuhwarenhändler tätig war. 3 Tage nach ihrer Hochzeit, am 17. März 1907 zogen sie nach Aschaffenburg und 9 Monate später, am 18. Dezember 1907 gebar Rosa ihre gemeinsame Tochter Irma Goldschmitt. Es sind keine Angaben darüber vorhanden, wo die Goldschmitts in Aschaffenburg bis zum 16. September 1910 ansässig waren. Ab September 1910 lebten sie in der Herstallstraße 35, wo Rebekkas Bruder Isidor bis zu seiner Einberufung ebenfalls mit ihnen wohnte. Bevor Rebekka und Emil am 28. August 1939 dazu gezwungen wurden mit der Familie Wolfsthal in das Eckhaus Herstallstraße 39- Entengasse 1 zu ziehen, waren sie noch in der Friedrichstraße 7a und dann ab dem 15. November 1935 in der Riesengasse 2 sesshaft. Im Jahr vor dem Umzug in die Riesengasse, am 6. Oktober 1934, gelang es Irma Goldschmitt mit 27 Jahren nach England und im Mai 1937 mit einem Schiff weiter nach New York auszuwandern. Über ihr weiteres Schicksal jedoch ist nichts bekannt. Am 23. April 1942 wurden Rebekka und ihr Mann über Würzburg nach Krasniczyn deportiert, wo sie dann spätestens Ende 1942 in einem Vernichtungslager im Raum Lublin ermordet wurde.

Im Gedenken an die Deportationsopfer


Verfasser: Praktikant, Johanna-Stahl-Zentrum, Würzburg (17.05.2017); Dalberg-Gymnasium Aschaffenburg, P-Seminar 20, Aschaffenburg;
letzte Quellenauswertung: 08.10.2020

Quellenangaben 




[1001] SSAA - Heimatregister Bd. Israel. Seite 260
[1003] Bundesarchiv - Gedenkbuch
[1052] SSAA 2 SBZ 1 Einwohnermeldekartei
[1055] SSAA - SBZ I Karteikarten der jüdischen Gemeinde, (Goldschmitt)
[1056] 3. Deportation der jüdischen Bevölkerung aus Bezirksstelle Bayern.

Nürnberg - Würzburg nach Krasniczyn Abfahrtsdatum: 25.04.42


[1078] Mapping the Lives, Volkszählungsdaten vom 17. Mai 1939, Bundesarchiv R 1509. (VZ257832)

Ortsfolge   



GeburtsortDüdelsheim 08.09.188617.03.1907[1052][1055][1001]
Aschaffenburg 17.03.190716.09.1910[1052][1001]
Aschaffenburg 16.09.191001.12.1929Herstallstr. 35[1052] Karte
Aschaffenburg 01.12.192915.11.1935Friedrichstr. 7a   ✡[1052] Karte
Aschaffenburg 15.11.193528.08.1939Riesengasse 2[1052][1078] Karte
Aschaffenburg 28.08.1939Herstallstr. 39bei Wolfsthal[1052] Karte
Aschaffenburg 23.04.1942Entengasse 1 deportiert[1056][1055] Karte
Würzburg 23.04.194225.04.1942[1052][1055]
deportiert nachKrasniczyn 25.04.1942[1003]
SterbeortRaum Lublin 1942Opfer[1003]