biographische Daten


 
 
   



 

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Quellenbeschreibung
[1003][1042][1046]
[1052][1055][1056]
[1071][1078]
 
Lichtenstein, Berthold Stammbaum                 IdNr. 3313


deportiert
gestorben im Holocaust
 
Geburtsdatum: 18.04.1895 in: Aschaffenburg
Sterbedatum: 1942 in: Raum Lublin
Hebr. Name: Friedhof:
Aschaffenburger Stolpersteine
Beruf: Kaufmann, Holzhändler, Fuhrmann  

Ehepartner   

    

1. 12.02.1922 Höchst i. Odw., Lichtenstein Mathilde, geb. Herzfeld [1052]

Biographische Angaben  


   
Berthold Lichtenstein entstammte der Ehe des Frucht-, Getreide- und Holzhändlers Max Lichtenstein mit Sarah, geb. Katz. [1071] Er hatte einen ein Jahr jüngeren Bruder, Rudolf Moritz. Berthold wurde Holzhändler, wie sein Vater. [1052]

Am 22. Februar 1922 heiratete er in Höchst im Odenwald Mathilde Herzfeld. [1052]

Berthold Lichtenstein nahm als Tragtierführer in der Maschinen-Gewehr-Kompanie des 2. Jägerbataillons vom 1. April 1916 bis zum 2. November 1917 an zahlreichen Schlachten und Stellungskäpfen des 1. Weltkriegs teil. Am 2. November 1917 wurde er wegen einer Zellgewebsentzündung in das Reserve-Lazarett Jena verlegt. Am 24. April 1935 wurde ihm durch den Stadtrat von Aschaffenburg das Ehrenkreuz für Frontkämpfer verliehen. Er war außerdem Träger des Bayerischen Militär-Verdientskreuzes 3. Klasse mit Schwertern. [1046]

Er war zusammen mit seinem Bruder Rudolf Lichtenstein Eigentümer des Hauses Aschaffenburg , Webergasse 2 (alte Hausnr. Lit. B 43) von 1934 bis 1942. Beide waren Söhne des Max Lichtenstein. [1042]

Berthold Lichtenstein, seine Ehefrau Mathilde und sein Bruder Rudolf wurden am 25. April 1942 über Würzburg in das Ghetto Krasniczyn deportiert. Die Überlebenden des Ghettos Krasniczyn wurden am 6. Juni 1942 in das Vernichtungslager Sobibor gebracht. Dort wurden nach Schätzungen – alle verwertbaren Unterlagen sind von den Nazis vollständig vernichtet worden – zwischen 150.000 und 250.000 Menschen ermordet. Berthold Lichtenstein, seine Ehefrau und sein Bruder sind in der Liste der Überlebenden des Lagers Sobibor nicht aufgeführt. Sie wurden für tot erklärt.

Im Gedenken an die Deportationsopfer


Verfasser: Praktikant, Johanna-Stahl-Zentrum, Würzburg (30.05.2017); Werner Ackermann, Aschaffenburg;
letzte Quellenauswertung: 06.04.2020

Quellenangaben 




[1003] Bundesarchiv - Gedenkbuch
[1042]Alois Grimm Aschaffenburger Häuserbücher Band 2 Webergasse 2 (Eigentümer) 1934 - 1942
[1046] SSAA SBZ I Meldeunterlagen Aschaffenburg 2392 Lfdnr. 408 (Ehrenkreuzverleihung)
[1052] SSAA 2 SBZ 1 Einwohnermeldekartei
[1055] SSAA - SBZ I Karteikarten der jüdischen Gemeinde, (lichtenstein001)
[1056] 3. Deportation der jüdischen Bevölkerung aus Bezirksstelle Bayern.

Nürnberg - Würzburg nach Krasniczyn Abfahrtsdatum: 25.04.42


[1071] Standesamt Aschaffenburg, Aschaffenburg, Geburtsregister (1895 Nr.136)
[1078] Mapping the Lives, Volkszählungsdaten vom 17. Mai 1939, Bundesarchiv R 1509. (VZ257933)

Ortsfolge   



GeburtsortAschaffenburg 18.04.189523.04.1942Webergasse 2deportiert   ✡[1052][1055][1078] Karte
Würzburg 23.04.194225.04.1942[1052][1055]
deportiert nachKrasniczyn 25.04.1942[1052][1056]
SterbeortRaum Lublin 1942Opfer[1003]