biographische Daten


 
 
   



 

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Quellenbeschreibung
[1003][1042][1046]
[1052][1055][1056]
[1071][1072][1078]
[1166]
 
Lichtenstein, Rudolf Moritz Stammbaum                 IdNr. 3315


deportiert
gestorben im Holocaust
 
Geburtsdatum: 16.12.1896 in: Aschaffenburg
Sterbedatum: 1942 in: Raum Lublin
Hebr. Name: Friedhof:
Aschaffenburger Stolpersteine
Beruf: Kaufmann, Vertreter, kfm. Angestellter, Kaufmann  

Ehepartner   

    

Biographische Angaben  


   
Rudolf Lichtenstein entstammte der Ehe des Frucht-, Getreide- und Holzhändlers Max Lichtenstein mit Sarah, geb. Katz. [1071] Er hatte einen ein Jahr älteren Bruder, Berthold.

Rudolf Lichtenstein war in der Fassholzfabrik Goldbach als kaufmännischer Angestellter beschäftigt.

Er kämpfte 1916 im 1. Weltkrieg in der 1. Kompanie des 2. Reserve-Jägerbataillons in der Schlacht um Verdun/Frankreich. Während der Kämpfe wurde er am Bahndamm von Flersey verwundet und verlor seinen linken Unterschenkel und kehrte schwerkriegsbeschädigt zurück. Aufgrund der Verletzung erhielt er nach dem Reichsversorgungsgesetz eine 80%ige Rente. Am 31. Januar 1935 wurde ihm durch den Stadtrat von Aschaffenburg das Ehrenkreuz für Frontkämpfer verliehen. Er war außerdem Träger von 2 Verwundetenabzeichen 3. Klasse in Schwarz. [1046]

Er war zusammen mit seinem Bruder Berthold Lichtenstein Eigentümer des Hauses Aschaffenburg , Webergasse 2 (alte Hausnr. Lit. B 43) von 1934 bis 1942. Beide waren Söhne des Max Lichtenstein. [1042]

Rudolf Lichtenstein, sein Bruder Berthold und dessen Ehefrau Mathilde wurden am 25. April 1942 über Würzburg in das Ghetto Krasniczyn deportiert. [1056] Die Überlebenden des Ghettos Krasniczyn wurden am 6. Juni 1942 in das Vernichtungslager Sobibor gebracht. Dort wurden nach Schätzungen – alle verwertbaren Unterlagen sind von den Nazis vollständig vernichtet worden – zwischen 150.000 und 250.000 Menschen ermordet. Rudolf Lichtenstein, sein Bruder und dessen Ehefrau sind in der Liste von Überlebenden des Vernichtungslagers Sobibor nicht aufgeführt. Sie wurden für tot erklärt.

Im Gedenken an die Deportationsopfer


Verfasser: Praktikant, Johanna-Stahl-Zentrum, Würzburg (30.05.2017); Werner Ackermann, Aschaffenburg;
letzte Quellenauswertung: 14.01.2021

Quellenangaben 




[1003] Bundesarchiv - Gedenkbuch
[1042]Alois Grimm Aschaffenburger Häuserbücher Band 2 Webergasse 2 (Eigentümer) 1934 - 1942
[1046] SSAA SBZ I Meldeunterlagen Aschaffenburg 2392 Lfdnr. 409 (Ehrenkreuzverleihung)
[1052] SSAA 2 SBZ 1 Einwohnermeldekartei
[1055] SSAA - SBZ I Karteikarten der jüdischen Gemeinde, (lichtenstein001)
[1056] 3. Deportation der jüdischen Bevölkerung aus Bezirksstelle Bayern.

Nürnberg - Würzburg nach Krasniczyn Abfahrtsdatum: 25.04.42


[1071] Standesamt Aschaffenburg, Aschaffenburg, Geburtsregister (1896 Nr.377)
[1072] SSAA - Standesamt Aschaffenburg Sterberegister (1876-1933)
[1078] Mapping the Lives, Volkszählungsdaten vom 17. Mai 1939, Bundesarchiv R 1509. (VZ257935)
[1166] Gewerbe: Lichtenstein Rudolf (Kleinhandel mit Flaschenbier), Webergasse 2 gegründet 23.07.1931

Ortsfolge   



GeburtsortAschaffenburg 16.12.189623.04.1942Webergasse 2deportiert   ✡[1052][1055][1078] Karte
Würzburg 23.04.194225.04.1942[1052][1055]
deportiert nachKrasniczyn 25.04.1942[1003]
SterbeortRaum Lublin 1942Opfer[1003]