biographische Daten


 
 
   



 

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Quellenbeschreibung
[1001][1002][1003]
[1052][1055][1056]
[1068][1092][1166]

 
Löb, Selma Stammbaum                 IdNr. 3381


deportiert
gestorben im Holocaust
 
Geburtsdatum: 12.08.1886 in: Goldbach
Sterbedatum: 1942 in: Raum Lublin
Hebr. Name: Friedhof:
Aschaffenburger Stolpersteine
Beruf: Damenschneiderin  

Ehepartner   

    

Biographische Angaben  


   
Selma Löb wurde am 12.8.1886 in Goldbach , Hauptstraße 167 als Tochter von Johanna Löb, geb. Dessauer und David Daniel Löb geboren.

Zusammen mit ihren Eltern und ihren drei Geschwistern Abraham (*1885), Simon (*1888) und Emma (*1891) zog Selma am 1. August 1904 nach Aschaffenburg . Dort wohnte die ledige Damenschneiderin mit ihren Eltern und Abraham und Emma erst in der Elisenstaße 2 bei der Familie Ostheimer, dann in der Ernsthofstraße 2 und zuletzt von 29.3.1933 bis 2.12.1940 in der Goldbacherstarße 5. Danach war sie bis zum 23.4.1942 in der Riesengass 5a bei der Familie Tannenwald in einem Sammelquartier untergebracht.

Am 23.4.1942 wurde die damals 56 Jährige nach Würzburg gebracht und von dort zusammen mit ihren drei Geschwistern, ihrer Schwägerin Regina Löb und ihren zwei Nichten, Hannelore und Ingeborg, in das Ghetto Krasniczyn , das nur zwei Monate danach geschlossen wurde, deportiert. Wie fast alle ihre Familienangehörige wurde Selma Löb noch im selben Jahr im Raum Lublin ermordet. Der einzige Überlebende war Helmut Löb, der Sohn von Selmas Bruder Simon, der bereits mit 17 Jahren nach New York fliehen konnte.

Ihre Mutter Johanna, auch Hannchen genannt, starb bereits vor der Machtergreifung Hitlers, im Jahr 1918 und liegt im Altstadtfriedhof in Aschaffenburg begraben. Auch ihr Vater, der als Metzger und Privatier arbeitete und ein Angehöriger des Levitenstammes war, starb noch vor den Deportationen.

Im Gedenken an die Deportationsopfer


Verfasser: Praktikant, Johanna-Stahl-Zentrum, Würzburg (06.06.2017); Dalberg-Gymnasium Aschaffenburg, P-Seminar 20, Aschaffenburg;
letzte Quellenauswertung: 18.01.2021

Quellenangaben 




[1001] SSAA - Heimatregister Bd. Israel. Seite 278
[1002] Yad Vashem The Central Database of Shoah Victimsnames
[1003] Bundesarchiv - Gedenkbuch
[1052] SSAA 2 SBZ 1 Einwohnermeldekartei
[1055] SSAA - SBZ I Karteikarten der jüdischen Gemeinde, (Loeb2)
[1056] 3. Deportation der jüdischen Bevölkerung aus Bezirksstelle Bayern.

Nürnberg - Würzburg nach Krasniczyn Abfahrtsdatum: 25.04.42


[1068] STAW, Standesregister 32, Goldbach, Standesregister- Geburtsregister (1857 - 1859)
[1092] Standesamt Goldbach, Goldbach, Geburtsregister (1886 Nr.031)
[1166] Gewerbe: (Damenschneiderin), Goldbacherstraße 5 gegründet 03.01.1913

Ortsfolge   



GeburtsortGoldbach 12.08.1886Hauptstr. 167[1001][1052][1055][1068][1092] Karte
Aschaffenburg 01.08.1904[1052[11055]
Aschaffenburg 28.06.191001.04.1928Elisenstr. 2bei Ostheimer[1052] Karte
Aschaffenburg 01.04.192829.03.1933Ernsthofstr. 2 I   ✡[1052] Karte
Aschaffenburg 29.03.193302.12.1940Goldbacher Str. 5Geschwister dort gemeldet[1052][1078] Karte
Aschaffenburg 02.12.194023.04.1942Riesengasse 5adeportiertbei Tannenwald[1052][1055][1056] Karte
Würzburg 23.04.194225.04.1942[1052][1055]
deportiert nachKrasniczyn 25.04.1942[1002][1003][1056]
SterbeortRaum Lublin 1942Opfer[1003]