biographische Daten


 
 
   

Adolf Löwenthal
Quelle: Yad Vashem

 

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Quellenbeschreibung
[1002][1003][1005]
[1046][1052][1055]
[1061][1072][1078]
[1100][1104][1166]

 
Löwenthal, Adolf Stammbaum                 IdNr. 413


deportiert
gestorben im Holocaust
 
Geburtsdatum: 18.08.1891 in: Hösbach mit Goldbach
Sterbedatum: 18.06.1944 in: Ghetto Theresienstadt
Hebr. Name: Friedhof:
Aschaffenburger Stolpersteine
Beruf: Viehhändler  

Ehepartner   

    

1. 25.08.1919 Zeilitzheim, Löwenthal Sofie, geb. Selig [1052]

Biographische Angaben  


   
Adolf war der älteste Sohn von insgesamt sechs Kindern des Ehepaares Lazarus und Fanny Loewenthal in Hösbach . Nach der Volksschule in Hösbach besuchte er die Realschule in Aschaffenburg und trat dann in das elterliche Viehhandelsgeschäft ein. [Heeg-Engelhart: Von Hösbach...]

Adolf Löwenthal nahm von 1917 bis zum 14. April 1918 als Infanterist in der 7. Kompanie des 22. Bayerischen Infanterie-Regiments an verschiedenen Schlachten und Stellungskämpfen am 1. Weltkrieg teil. Am 14. April 1918 wurde er verwundet und erhielt am 26. April 1935 durch den Stadtrat von Aschaffenburg das Ehrenkreuz für Frontkämpfer verliehen. [1046]

Seine jüngeren Brüder Julius und Hermann dienten in den nachfolgenden Jahren ebenfalls als Soldaten in der deutschen Armee.

Er heiratete Sophie Selig aus Zeilitzheim . Aus der Ehe gingen die Kinder Helga und Lothar hervor. [1052] [1055]

In der Pogromnacht wurde Adolf Löwenthal in >Schutzhaft< genommen. Am 28. November 1939 wurde er krank und als >nicht lagerfähig< entlassen. [Heeg-Engelhart: Von Hösbach...]

Ab 1. Januar 1939 musste er den Zwangsnamen `Israel` annehmen. [1100]

Adolf und seine Ehefrau wurden am 24. September 1942 über Würzburg in das Ghetto Theresienstadt deportiert, [1061] wo er am 18. Juni 1944 starb. [1003] Seine Ehefrau Sofie wurde am 23. Oktober 1944 in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz deportiert und überlebte die Shoa nicht.

Für ihn wurden drei Gedächtnisseiten (pages of testimony) in Yad Vashem hinterlegt: Eine von seiner Schwester Meta Worms im Jahre 1977, eine von seiner Tochter Helga Greenbaum im Jahre 1986 und eine von seiner Nichte Elichua Munk im Jahre 2014. [1005]

Im Gedenken an die Deportationsopfer


Verfasser: Berthold Schuessler, Hösbach (16.04.2016); Werner Ackermann, Aschaffenburg;
letzte Quellenauswertung: 18.01.2021

Individuelle Informationen


Ingrid Heeg-Engelhart: Von Hösbach nach Israel-Claire Kevehazi (1905-2002) in memoriam, Mainfränkisches Jahrbuch 55/2003

Quellenangaben 




[1002] Yad Vashem The Central Database of Shoah Victimsnames
[1003] Bundesarchiv - Gedenkbuch
[1005] Yad Vashem Page of Testimony
[1046] SSAA SBZ I Meldeunterlagen Aschaffenburg 2393 Lfdnr. 416 (Ehrenkreuzverleihung)
[1052] SSAA 2 SBZ 1 Einwohnermeldekartei
[1055] SSAA - SBZ I Karteikarten der jüdischen Gemeinde, (loewenthal001)
[1061] 5. Deportation der jüdischen Bevölkerung aus Bezirksstelle Bayern.

Nürnberg - Würzburg nach Theresienstadt Abfahrtsdatum: 23.09. - 24.09.42


[1072] Standesamt Aschaffenburg, Aschaffenburg, Sterberegister (1931 Nr.160)
[1078] Mapping the Lives, Volkszählungsdaten vom 17. Mai 1939, Bundesarchiv R 1509. (VZ257978)
[1100] Standesamt Hösbach , Hösbach, Geburtsregister (1891 Nr.046)
[1104] Wilhelm Stürmer: Verzeichnis der Kriegsteilnehmer der Gemeinde Hösbach
               ("Hösbacher Ehrenbuch"), 31.12.1936. Seite 154 /313

[1166] Gewerbe: Gebrüder Löwenthal u. Söhne. (Pferdehandel), Platanenallee 5 gegründet 19.09.1924

Ortsfolge   



GeburtsortHösbach 18.08.189121.12.1922Hauptstr. 118[1052][1100][1055] Karte
Militärdienst für das Deutsche Kaiserreich 02.08.19141918[1104]
Aschaffenburg 21.12.192223.09.1942Platanenallee 5   ✡[1052][1055][1072][1078] Karte
Aschaffenburg 06.06.194222.09.1942Elisenstr. 16deportiert[1052] Karte
deportiert nachGhetto Theresienstadt 22.09.1942deportiert[1003,1052]
SterbeortGhetto Theresienstadt 18.06.1944Opfer[1003]