Fechenbach, Max
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IdNr
22044
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Max Fechenbach kam am 29. November 1896 in Würzburg zur Welt. Seine Eltern waren Noe und Rosalie Fechenbach, geb. Weikersheim. Nach der Jüdischen Volksschule und der Maxschule in Würzburg absolvierte Max Fechenbach eine vierjährige Koch- und Konditorausbildung in Karlsruhe. Anschließend wurde er als Küchenchef in einem Berliner Hotel angestellt. Seit 1915 nahm er am Ersten Weltkrieg teil, wo er dreimal verwundet wurde und den rechten Fuß verlor.
Wie sein Bruder Felix wurde er SPD-Mitglied. Im Frühjahr 1936, drei Jahre nach Felix' Ermordung durch die Nazis, wurde Max in Bamberg denunziert und für drei Monate eingesperrt. Außerdem verlor er Führerschein und die eigene Wohnung. Nach der Demolierung der Wohnung und eines neuen Lokals im November 1938 folgte als letzte Schikane der Zwangsumzug in die Dürerstraße 20, wo Fechenbach die Küche leitete.
Am 23. September 1942 wurde er mit seiner Familie nach Theresienstadt deportiert. Sowohl er als auch seine zweite Frau Hilde, die Tochter und der Sohn Walter Fechenbach überlebten die Schoah. Nach der Rückkehr nach Würzburg emigrierten sie 1946 in die USA. Max Fechenbach verstarb im Oktober 1976 in New York.
© Johanna-Stahl-Zentrum, 2019
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