Fechenbach, Walter
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IdNr
22051
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Walter Fechenbach wurde am 12. Februar 1928 in Würzburg geboren. Er war der Sohn des Kochs Max Fechenbach und seiner Frau Hilde, geb. Pollak, und hatte eine jüngere Schwester Susi/Susan. Von 1934 bis 1942 besuchte Walter die jüdische Volksschule an seinem Geburtsort. In der NS-Zeit erlebte er, wie seine Eltern mehrfach schikaniert und ihre Wohnung zerstört wurde. Sein Onkel Felix wurde als sozialdemokratischer Journalist bereits 1933 ermordet.
Am 23. September 1942 wurde die vierköpfige Familie von Walter nach Theresienstadt abtransportiert. Am 14. September 1944 wurde er in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert, wo er im Außenlager Gleiwitz Güterwaggons der Reichsbahn reparieren musste. Im Januar 1944 wurde er auf einen dreitägigen Todesmarsch geschickt. Soldaten der Roten Armee fanden ihn schwerkrank auf, brachten ihn in ein polnisches Krankenhaus und retteten ihm dadurch das Leben. Auch Vater, Mutter und Schwester sowie die Großmutter überlebten die Schoah.
Nach seiner Rückkehr nach Würzburg emigrierte Walter Fechenbach 1946 mit der Familie in die USA und wurde dort später Elektroingenieur für Klimageräte. Er starb 2007.
© Johanna-Stahl-Zentrum, 2019
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