Der Würzburger Bischof Herrmann I. von Lobdeburg beginnt im Ausbau der Landesherrschaft, Orte am Fuße der Burgen zu befestigen und in der Folgezeit diese Orte zu Städten zu erheben. Auch die Orte Neustadt, Fladungen und Bischofsheim sind von diesen Aktivitäten betroffen.
Das Spital führt zur Gründung einer eigenen mauer- und turmbewehrten Vorstadt, dem sogenannten Kappenzipfel.
Die oberhalb der Stadt gelegene, 1249 erstmals urkundlich bezeugte Burg Rosenberg dürfte wegen ihrer Lage als Höhenburg und ihrer Nichteinbeziehung in die Befestigung der Stadt erst um 1200 angelegt worden sein.
Der Reinhardsbrunner Chronist spottet über König Philipp von Schwaben, da dieser auf dem Rückweg von Kämpfen im staufisch-welfischen Thronstreit den Ort Schmalkalden zerstört, welcher weder Burg noch Befestigung besitzt.
Die Stadtwerdung dürfte sich aus der für 1230 belegten, befestigten Burg des Herzogs Otto VIII. von Andechs-Meranien (+1248) in der "civitas" Scheßlitz herleiten.
Ein Schiedsspruch des Mainzer Erzbischofs gibt den ersten Hinweis auf einen städtischen Charakter: er verbietet dem Würzburger Bischof, mit der Ummauerung fortzufahren.
Der fuldische Abt Konrad III. von Malkoz lässt Hammelburg mit einem festen Mauerring umgeben.
König Heinrich (VII.) von Hohenstaufen baut ein Spital als Leprosen- und Siechenhaus außerhalb der Stadtmauern und nimmt es in seinen besonderen Schutz.
Gräfin Adelheid von Rieneck muss die Fehde um die Befestigung von Gemünden mit Würzburg mit einem Kompromiss beenden. Es wurden die Hälfte der Siedlung Gemünden sowie zwei Drittel der rieneckischen Burganlage würzburgische Lehen.
Eine Ummauerung ist erstmals sicher bezeugt. Sie ist jedoch wahrscheinlich älter.