Der Grundstein für die neue Kirche in Wöhrd wird gelegt. Als die Kosten für den Bau des Langhauses jedoch zu hoch werden, befiehlt der Rat mit der Begründung, "der Ort sei zu wüst und leer", den Bau einzustellen.
Wiesentheid ist protestantisch.
In Stadtlauringen wird ein eigener katholischer Pfarrer eingesetzt. Somit ist die Ablösung von der Mutterpfarrei Maßbach endgültig.
Es findet wieder geregelter Gottesdienst in Wöhrd statt.
Der Weltpriester Anton Brenz bekommt die Pfarrei Retzbach durch den Neustädter Abt Heinrich von Jestätten übertragen. Brenz muss dem Abt versichern, dem alten katholischen Glauben treu zu bleiben und sich der neuen Religion gänzlich zu enthalten.
Hans Georg führt die Reformation ein und vertreibt den vom Stift Rebdorf bei Eichstätt eingesetzten Pfarrer aus der Lambertuskirche. Seitdem sind 60 Jahre lang evangelische Pfarrer tätig.
Aufgrund verschiedener Schenkungsurkunden lässt sich die Begründung einer Seelsorgestelle Burkardroth wohl auf diese Zeit datieren.
Anlässlich der Kirchenvisitation in diesem Jahr werden die Ortschaften Schoppershof, Weigelshof, Veilhof, Rechenberg, Brezengarten und Pulvermühle, die bis dahin nach Wöhrd gepfarrt worden sind, nach St. Jobst überwiesen, da Wöhrd immer noch keinen Geistlichen hat. (Schwemmer verwendet in seinem Beitrag "Aus der Vergangenheit der Vorstadt Wöhrd" das Datum 1561.)
In Stammbach wird ein Kirchtum gebaut.
Auf Befehl des Kurfürsten Friedrich III. wird in dessen Fürstentum und damit auch in Auerbach eine calvinistische Kirchenordnung eingeführt. Trotz des Widerstands der Auerbacher Bevölkerung werden 1574 durch einen richterlichen Beschluss alle noch vorhandenen Tabernakel, Statuen und Verzierungen in den Auerbacher Kirchen und Kapellen entfernt.