Den Separationstendenzen der drei Gemeinden Burkardroth, Stangenroth und Wollbach von der Pfarrei Aschach wird dadurch entgegengekommen, dass ihnen in einer Urkunde des Grafen zu Henneberg ein eigener Kaplan gestiftet wird, der in Burkardroth wohnt und die Rechte eines Pfarrers hat. Die rechtliche Verbindung mit Aschach bleibt wohl noch erhalten. Wann die Pfarrei Burkardroth offiziell eingerichtet wird lässt sich nicht mit Sicherheit klären (vermutlich 1559 oder 1560).
Die Kirche in Pfarrweisach wird neugebaut.
Die Curatiekirche, eine Simultankirche, wird in Aschbach erbaut und zu Ehren der Jungfrau Maria geweiht. Sie feiert ihr Kirchweihfest am elften Sonntag nach Pfingsten.
Die Stadt Nürnberg beginnt, den Lonnerstädter Kirchhof befestigen zu lassen. Es lässt sich allerdings nicht mit Sicherheit sagen, ob bis dahin der Lonnerstädter Bevölkerung tatsächlich nur der Kirchturm als Bastion diente oder ob damals eine bereits vorhandene Kirchhofmauer lediglich ausgebessert bzw. ausgebaut wurde.
Die Bücholder Kirche wird von den Protestanten des Umlandes besucht, bis deren katholische Landesherren den Besuch auswärtiger Kirchen unterbinden.
Die Herren von Sparneck weigern sich auch nach der Reformation, die lutherische Lehre in ihrem Gebiet, also auch in Sparneck, einzuführen.
Der Ritter Georg Sebastian Stiebar (1563-1625) trägt besonders dazu bei, Luthers Lehren zu verbreiten. Er baut eine Schlosskapelle und kauft 1595 mit dem Rittergut Wolkenstein die alte Kirche zu Moggast und stellt dort einen evangelischen Pfarrer ein. Dadurch eskaliert das Verhältnis zum Bamberger Bischof. Im Zuge der Gegenreformation kann der Bischof in Pretzfeld selbst wieder die konfessionelle Oberhand gewinnen.
Da Nürnberg und Ansbach fast zur gleichen Zeit und mit der gleichen Kirchenordnung die lutherische Reformation einführen, bleibt der Bevölkerung Wendelsteins eine konfessionelle Spaltung erspart. Die katholische Kirche kann erst wieder am Ausgang des 19. Jahrhunderts Fuß fassen.
Die Pfarrei Lonnerstadt wird als Filiale der Pfarrei Höchstadt einverleibt.
Im Zuge der Reformation geht der Pfarrei Marktschorgast auch die Kapelle in Streitau und die Marienkirche in Stammbach verloren.