Die Brüder Friedrich, Pankratz und Martin von Redwitz lassen sich vom Reich mit ihrem Besitz in Küps belehnen. Im Jahr 1495 wird der Blutbann hinzugefügt, der angeblich von niemandem beansprucht werde. Dieser Anspruch lässt sich aber gegen die bambergischen Zentämter nicht durchsetzen. Dies hat zur Folge, dass es zumindest unter Martin und seinen Nachkommen nicht mehr zu einer Belehnungen durch das Reich kommt.
Die Herren von Egloffstein haben das Amt Wachenroth inne. Um diese Zeit entsteht die Befestigung des Dorfes mit zwei Torhäusern.
Von den Söhnen des Niklas III. Muffel erben Gabriel I. Muffel und dessen Brüder Hieronymus und Heinrich die Hälfte Eschenaus, während Niklas IV. Muffel die verpfändet gewesene Hälfte Eschenaus wieder einlösen darf (die andere Hälfte hatte er bereits zuvor erworben).
Dem Hochstift Bamberg gelingt der Erwerb der Würzburger Güter in Zapfendorf. Vermutlich nach diesem Erwerb richtet das Hochstift im Ort ein eigenes Amt ein, nachdem die Güter in Zapfendorf bislang dem Amt Staffelstein und nach 1348 dem Amt Brunn zugeschlagen worden sind. Dem Amt Zapfendorf werden die Orte Lauf, Oberoberndorf, Reuth, Roth, Sachsendorf und Unterleiterbach eingegliedert sowie die heutige Wüstung Neuses.
Hiltprant III. von Thüngen trägt seine Hälfte des Schlosses und Dorfes Büchold dem Hochstift Würzburg zu Lehen auf. Das Domkapitel und der Bischof sind gleichberechtigte Lehnsherren.
Gabriel I. Muffel und Hieronymus Haller geben der Gemeinde Eschenau eine Gemeindeordnung, die 1496 zu einer Marktgerichtsordnung umgestaltet wird.
Burgebrach erhält vom Bamberger Bischof Georg I. (von Schaumberg) Privileg über vier Jahrmärkte. Dieses wird 1499 bestätigt. Die Jahrmärkte werden jeweils von etwa 75 Verkäufern besucht – darunter Schuh-, Seil-, Töpfer-, Eisen- und Schnittwarenhändler.
Lichtenau wird der Nürnberger Bürgerfamilie Rummel vom Rat ebendieser Reichsstadt abgekauft. Es wird ein Pflegamt eingerichtet, das 20 Dörfer, Weiler und Höfe sowie 30 Hofstätten umfasst.
Die thüngenschen Besitzungen in Büchold und Burgsinn sind wieder in einer Hand, nachdem Balthasar II. von Thüngen kinderlos verstirbt. Sie werden seinem Neffen Hiltprant III. übertragen.
Die Herren Fuchs treten mit Thomas Fuchs von Dornheim als Besitzer von Wiesentheid hervor. Im Jahr 1547 verlegen sie ihren Wohnsitz ganz nach Wiesentheid.